Braunschweig plant radikale Umgestaltung des Großer Hofs zu lebendigem Kreativviertel
Hubertus CasparBraunschweig plant radikale Umgestaltung des Großer Hofs zu lebendigem Kreativviertel
Braunschweig will den Großer Hof zu einem städtischen Sanierungsgebiet umgestalten. Der seit dem Wiederaufbau nach dem Krieg vernachlässigte Stadtteil steht nun vor dringenden Herausforderungen – insbesondere nach der Schließung zweier Schulen und der Dominanz von Parkplätzen. Die Stadt hat bereits 7,9 Millionen Euro aus eigenen Mitteln für den Start des Projekts bereitgestellt; weitere Förderung soll aus Landes- und Bundesprogrammen fließen.
Seit den 1950er-Jahren hat sich der Großer Hof kaum weiterentwickelt. Sein heutiger Zustand – geprägt von architektonischen Mängeln und fehlender Lebendigkeit – zwingt die Stadt nun zum Handeln. Die Lage am Rande der Innenstadt erhöht den Druck, da die Verhältnisse vor Ort zügige Maßnahmen erfordern.
Die Stadt beabsichtigt, sich um Mittel aus dem Bundes- und Landesförderprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ zu bewerben. Bei Bewilligung würde die rund 60 Millionen Euro teure Umgestaltung größtenteils aus Städtebaufördergeldern finanziert. Ein zentraler Bestandteil des Projekts sind die Ideen aus dem Wettbewerb „Wohn- und Kreativquartier Großer Hof“ von 2024, den ein Hamburger Architekturbüro für sich entscheiden konnte.
Geplant ist ein autoreduziertes Kreativviertel mit neuem Wohnraum, einem Quartiersgarage sowie Flächen für die Städtische Galerie, Ateliers und kreative Unternehmen. Zudem sollen soziale Infrastruktur wie eine Kita und ein Familien- und Nachbarschaftszentrum entstehen. Ziel ist es, Brachflächen und Parkplätze durch ein lebendiges, menschenfreundliches Umfeld zu ersetzen.
Die Neugestaltung könnte den Großer Hof zu einem modernen, gemischt genutzten Stadtteil verwandeln. Eine Bewilligung der Fördergelder würde den Großteil des 60-Millionen-Budgets freischalten und den Baubeginn ermöglichen. Nach Fertigstellung sollen dort Wohnungen, Kulturflächen und bessere Gemeinschaftseinrichtungen entstehen.






