Bundestag beschleunigt Anerkennung ausländischer Apotheker:innen gegen Fachkräftemangel
Oliver LinkeBundestag beschleunigt Anerkennung ausländischer Apotheker:innen gegen Fachkräftemangel
Deutschland hat einen wichtigen Schritt unternommen, um den Fachkräftemangel in Apotheken zu entschärfen. Der Bundestag hat kürzlich ein Gesetz verabschiedet, das die Anerkennung ausländischer Pharmaberufe beschleunigt. Die Maßnahme zielt darauf ab, bürokratische Hürden für Fachkräfte abzubauen, die außerhalb der EU und des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) ausgebildet wurden.
Nach dem neuen Gesetz entfällt für Pharmazeut:innen aus Drittstaaten das langwierige Äquivalenzverfahren. Stattdessen werden ihre Qualifikationen direkt überprüft, wodurch umfangreiche Dokumentenkontrollen wegfallen. Die Reform soll vor allem bürokratische Verzögerungen beseitigen, die bisher die Erteilung von Arbeitserlaubnissen verzögert haben.
Die Bundesapothekerkammer (BAK) begrüßt die Neuregelung. Ihr Präsident, Dr. Armin Hoffmann, warnte, dass Deutschland in den kommenden Jahren mit einem Mangel von mehreren tausend Apotheker:innen konfrontiert sein werde. Gleichzeitig betonte er, dass auch die Approbationsordnung für Apotheker:innen angepasst werden müsse, um mit den neuen Vorschriften in Einklang zu stehen.
Das Gesetz bedarf noch der Zustimmung des Bundesrates, wobei mit einer Billigung bereits im Mai gerechnet wird. Nach der Verabschiedung tritt es am 1. November 2026 in Kraft. Die Reform erleichtert es qualifizierten Pharmazeut:innen aus Drittländern, in Deutschland zu arbeiten. Durch den Ersatz papierlastiger Prüfungen durch Kompetenzbewertungen wird das Verfahren beschleunigt. Die Änderung soll helfen, die Personalengpässe im Apothekensektor zu schließen, wo die Nachfrage nach Fachkräften weiter steigt.






