21 April 2026, 06:31

Bundeswehr besucht über 2.000 Schulen – Rekordzahl im ersten Quartal 2024

Ein Buch, das bunt gefärbte deutsche Armee-Militäruniformen mit detaillierten Elementen wie Helmen, Gewehren und anderen Waffen zeigt.

Bundeswehr besucht über 2.000 Schulen – Rekordzahl im ersten Quartal 2024

Bundeswehr besuchte Anfang 2024 über 2.000 Schulen in Deutschland

In den ersten Monaten des Jahres 2024 führte die Bundeswehr mehr als 2.000 Besuche an Schulen in ganz Deutschland durch. Zwar darf sie mit Schülerinnen und Schülern in Kontakt treten, doch bleibt es ihr verboten, aktiv Minderjährige unter 18 Jahren anzuwerben. Kritiker äußern jedoch Bedenken angesichts der zunehmenden Häufigkeit solcher Auftritte im Klassenzimmer.

Zwischen Januar und März 2024 stattete die Bundeswehr Schulen insgesamt 2.013 Mal einen Besuch ab. Bayern führte mit 562 Einsätzen die Statistik an, gefolgt von Nordrhein-Westfalen (291) und Niedersachsen (269). Baden-Württemberg verzeichnete 219 Besuche, während an Hochschulen bundesweit 20 Veranstaltungen stattfanden.

Die Zahl der Schulbesuche ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Nicole Gohlke, bildungspolitische Sprecherin der Linken, kritisierte diesen Trend scharf. Sie argumentierte, dass uniformierte Jugendoffiziere und Berufsberater der Bundeswehr an Schulen dazu dienten, das Militärische im Leben von Minderjährigen zu normalisieren.

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Rechtlich darf die Bundeswehr Schüler über ihre Arbeit informieren, eine direkte Anwerbung von unter 18-Jährigen ist ihr jedoch untersagt. Doch mit der steigenden Zahl an Besuchen wird die Grenze zwischen Aufklärung und Rekrutierung zunehmend zum Streitpunkt.

Im ersten Quartal 2024 erreichte die Präsenz der Bundeswehr an Schulen einen Rekordwert. Da allein Bayern für mehr als ein Viertel aller Einsätze verantwortlich war, bleibt der Einfluss des Militärs im Bildungsbereich beträchtlich. Angesichts der weiter steigenden Besuchszahlen dürfte die Debatte über seine Wirkung auf junge Menschen anhalten.

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