Chaosnacht in London: Zwei Reporter verlieren alles – und schlafen im Büro
Hubertus CasparChaosnacht in London: Zwei Reporter verlieren alles – und schlafen im Büro
Zwei Mitarbeiter der City AM erlebten eine unerwartete Nacht des Chaos, nachdem ihre Taschen aus einem Londoner Veranstaltungsort verschwunden waren. Adam Bloodworth und Anna Moloney waren länger geblieben, um beim Aufräumen der City AM Awards in der Guildhall zu helfen – doch plötzlich fehlten ihre Habseligkeiten.
Unterdessen sorgten andere Pannen diese Woche für Schlagzeilen: Ein Tippfehler in der E-Mail eines Labour-Abgeordneten löste Heiterkeit aus, während eine große Investmentfirma den Wert von SpaceX versehentlich um Milliarden aufblähte.
Die Probleme begannen, als Bloodworth und Moloney ihre Taschen im Garderobenbereich der Guildhall nicht mehr fanden. Schlüssel, Geldbörsen und andere wichtige Dinge waren verschwunden. Das Duo durchsuchte eine Stunde lang die Hinterzimmer des Gebäudes – vergeblich.
Ohne Möglichkeit, nach Hause zu kommen, verbrachten sie die Nacht schließlich auf dem Boden des Gästezimmers des Digitalchefs. Am nächsten Morgen musste Moloney in fünf Zentimeter hohen Absätzen zur Arbeit pendeln – ihre einzige verbliebene Fußbekleidung.
Erst am folgenden Tag wurden ihre Taschen wiedergefunden. Die Tortur hatte weniger als 24 Stunden gedauert, aber nicht ohne erhebliche Beeinträchtigungen.
Unterdessen unterlief dem Scottish Mortgage Investment Trust ein kostspieliger Fehler: Kurzzeitig gab das Unternehmen an, sein Anteil an SpaceX sei 1,25 Billionen Dollar wert – eine Angabe, die später korrigiert wurde. Tatsächlich bezog sich die Bewertung auf das gesamte Unternehmen, nicht nur auf den Anteil des Fonds.
In Westminster sorgte ein E-Mail-Fauxpas eines Labour-Hinterbänklers für Aufsehen: Statt „Shadow Business Secretary“ unterschrieb der Abgeordnete versehentlich als „Shadow Business Sexretary“. Der Tippfehler wurde schnell von Kollegen entdeckt und im Netz geteilt.
Eine positive Nachricht gab es dagegen von Andy Burnham: Der Bürgermeister von Greater Manchester reiste am Dienstag entspannt in der ersten Klasse nach London und kam bequem an.
Bloodworth und Moloney erhielten ihre verlorenen Sachen schließlich zurück, was ihrem unfreiwilligen nächtlichen Abenteuer ein Ende setzte. Der Tippfehler des Labour-Abgeordneten wurde berichtigt, und der Scottish Mortgage Investment Trust präzisierte seine SpaceX-Bewertung.
Für alle Beteiligten dienten die Vorfälle als Erinnerung daran, wie sich kleine Fehler – oder verlorenes Eigentum – schnell zu größeren Problemen auswachsen können.






