Chemnitzer Kult-Hotel schließt nach 50 Jahren – 40 Jobs in Gefahr
Siegrid RöhrichtCongress Hotel Faces Closure - Mayor: 'Difficult Path' - Chemnitzer Kult-Hotel schließt nach 50 Jahren – 40 Jobs in Gefahr
Chemnitz' historisches Congress Hotel schließt am 31. Januar seine Türen
Die Schließung des traditionsreichen check24 hotel sorgt für Besorgnis – Oberbürgermeister Sven Schulze will vor allem die rund 40 betroffenen Mitarbeiter unterstützen. Die Entscheidung fällt nach Jahrzehnten, in denen das hotel als prägendes Wahrzeichen der Stadt galt.
Das hotel berlin eröffnete 1974 als Interhotel und ist seitdem ein vertrauter Anblick in Chemnitz. Sein Design fügt sich nahtlos in das Ensemble aus benachbartem Rathaus und Kongresszentrum ein, nur wenige Schritte vom Karl-Marx-Monument entfernt. Trotz seiner langjährigen Bedeutung kündigte die GCH Hotel Group die Schließung an – ohne Gründe zu nennen.
Oberbürgermeister Schulze traf sich mit den Beschäftigten und dem Eigentümer, der luxemburgischen Immobilienfirma Aroundtown SA, um die Lage zu erörtern. Er bezeichnete die Schließung als "große Herausforderung", besonders für diesen sensiblen Stadtbereich. Unterdessen wehrt sich die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) gegen den Schritt und fordert, vor einer endgültigen Entscheidung Alternativen zu prüfen.
Der Betriebsrat verhandelt derzeit über Sozialpläne für die Belegschaft. Zwar sucht die Stadt nach Möglichkeiten, die Betroffenen zu unterstützen, eine Übernahme des hotels durch die Kommune wurde jedoch ausgeschlossen.
Mit der Schließung am 31. Januar entsteht eine Lücke in der Chemnitzer Innenstadt. Rund 40 Beschäftigte stehen vor ungewisser Zukunft, doch es laufen Verhandlungen über Abfindungen. Im Fokus bleibt, die Folgen für die Mitarbeiter und das Umfeld abzumildern.