28 March 2026, 18:37

Deutsche Industrie im Wandel: Warum die Autoexporte nach China einbrechen

Ein Mercedes-Benz-Werk in Deutschland mit Fahrzeugen auf der Straße, Grüner, Gebüude und einem Logo-Mast unter einem bewölktem Himmel.

Deutsche Industrie im Wandel: Warum die Autoexporte nach China einbrechen

Deutsche Industrie im Umbruch: Autobranche kämpft, andere Zweige setzen auf Wachstum

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Die deutsche Industrie verändert sich rasant – die meisten Unternehmen konzentrieren sich mittlerweile auf Produkte mit steigender Nachfrage. Diese Neuausrichtung hat Branchen von der Chemie bis zur Metallverarbeitung grundlegend umgestaltet. Doch die Automobilindustrie bleibt ein Sorgenkind, insbesondere beim Export nach China.

Noch 2022 erreichten die Ausfuhren deutscher Autos in das Reich der Mitte fast 30 Milliarden Euro. Bis 2025 war dieser Wert auf unter 14 Milliarden Euro gesunken, wobei allein zwischen 2024 und 2025 ein drastischer Rückgang um ein Drittel zu verzeichnen war. Hauptgründe sind der wachsende Konkurrenzdruck chinesischer Hersteller, vor allem bei Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeugen, sowie geopolitische Spannungen und die gezielte Förderung heimischer Produzenten durch Peking.

Trotz dieser Herausforderungen kommen drei Studien des ifo Instituts, des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) und der Bertelsmann Stiftung zu dem Schluss, dass die Befürchtungen einer Deindustrialisierung übertrieben sind. Tatsächlich stammen bereits 76 Prozent der Produktionsleistung des verarbeitenden Gewerbes aus Branchen mit wachsender Nachfrage. Selbst in schwierigen Sektoren wie Chemie und Metall dominieren hochdynamische Produkte.

Oliver Falck vom ifo Institut betont die positiven Entwicklungen in der deutschen Industrie. Die Forscher schlagen einen neuen Ansatz vor: Produkte sollten in Deutschland entwickelt, die Fertigung jedoch mit politischer Unterstützung ins Ausland verlagert werden. Gleichzeitig fordern sie die Politik auf, Innovation zu fördern – statt veraltete Strukturen zu schützen.

Die Automobilbranche bleibt der größte Problemfall: Die Exporte nach China brechen ein, der Wettbewerb verschärft sich. Andere Industrien haben sich hingegen erfolgreich angepasst, indem sie auf wachstumsstarke Produkte setzen. Die Studien zeigen, dass der Strukturwandel bereits im Gange ist – sein Gelingen hängt jedoch von flexiblen politischen Rahmenbedingungen und kontinuierlicher Innovationskraft ab.

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