Die Erfahrungen von Behörden und Unternehmen mit freien MS-Office-Alternativen

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Ein unordentlicher Schreibtisch mit Papieren, einem Computer, einem Telefon, Tassen und einem Handy.

Die Erfahrungen von Behörden und Unternehmen mit freien MS-Office-Alternativen

Erfahrungen von Behörden und Unternehmen mit kostenlosen MS-Office-Alternativen

Teaser: Nicht ganz zufrieden, aber überzeugt: Wir haben Pioniere wie Schleswig-Holstein und Schwäbisch Hall zu ihren Erfahrungen mit LibreOffice & Co. befragt.

Veröffentlichungsdatum: 22. Dezember 2025, 07:00 Uhr MEZ

Stichworte: Finanzen, Wirtschaft, Technologie

Artikel: Immer mehr Behörden und Unternehmen steigen von Microsoft Office auf kostenlose Alternativen wie LibreOffice um. Der Wechsel spart nicht nur Kosten, sondern verringert auch die Abhängigkeit von einem einzigen Anbieter. Doch der Umstieg bringt Herausforderungen und Risiken mit sich, die einer sorgfältigen Planung bedürfen.

Mehrere Organisationen haben den Schritt bereits vollzogen: Schleswig-Holstein, Schwäbisch Hall und sogar die österreichischen Streitkräfte setzen LibreOffice für viele ihrer Aufgaben ein. Dennoch halten sie Microsoft Office für bestimmte Anwendungsfälle weiterhin vor.

Der Ausstieg aus der Microsoft-Welt bringt finanzielle Einsparungen und mehr Unabhängigkeit. Doch technische Hürden bleiben bestehen. Nutzer stoßen häufig auf Kompatibilitätsprobleme mit älteren Dateiformaten, insbesondere solchen, die mit proprietärer Software erstellt wurden. Fortgeschrittene Funktionen, wie sie kommerzielle Produkte bieten, fehlen mitunter, und die Benutzeroberfläche wirkt oft weniger ausgereift.

Organisationen wie The Document Foundation, Collabora und die Open-Source-Community haben zentrale Verbesserungsbereiche identifiziert: Die Performance muss flüssiger werden, besonders bei der Bearbeitung großer Dateien. Besserer Mobile-Support und eine stärkere Anbindung an Unternehmenssysteme stehen ebenfalls auf der Agenda. Die Interoperabilität mit Microsoft-Formaten bleibt ein häufiger Kritikpunkt.

Keine der beteiligten Organisationen plant eine Rückkehr zu Microsoft Office. Gleichzeitig räumen sie ein, dass die kostenlosen Alternativen noch Entwicklungspotenzial haben. Der Umstieg erfordert Zeit, Schulungen und Anpassungen der Arbeitsabläufe.

Der Wechsel zu freier Bürosoftware ist machbar, verlangt aber Einsatz und Anpassungsbereitschaft. Die Vorteile – geringere Kosten und weniger Abhängigkeit von Herstellern – wiegen die anhaltenden technischen und nutzerfreundlichen Herausforderungen auf. Langfristig wird der Erfolg der Open-Source-Alternativen davon abhängen, ob es gelingt, Performance, Kompatibilität und Benutzererlebnis kontinuierlich zu verbessern.

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