04 May 2026, 06:29

Dobrindt verteidigt harte Abschiebepolitik und fordert Migrationsreformen

Detailiertes altes Deutschland-Karte mit schwarzen Rändern und Text, das Straßen und Autobahnen zeigt.

Dobrindt verteidigt harte Abschiebepolitik und fordert Migrationsreformen

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat die strenge Haltung Deutschlands in Sachen Grenzschutz und Abschiebungen bekräftigt. Er verteidigte jüngste Maßnahmen, darunter die Vollstreckung tausender Haftbefehle, und sprach sich zugleich für umfassendere Reformen der Migrationspolitik aus. Seine Äußerungen erfolgen vor dem Hintergrund anhaltender Debatten über Sozialleistungen und Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt.

Dobrindt wies Kritik an der deutschen Abschiebepraxis zurück und argumentierte, die Abschiebung von Straftätern sei für die öffentliche Sicherheit unverzichtbar. Er bestätigte, dass die Behörden an der Grenze bereits 8.000 Haftbefehle vollstreckt hätten. Zudem plane die Regierung, Abschiebungen nach Afghanistan fortzusetzen – was direkte Gespräche mit den Taliban erfordern werde.

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Der Minister betonte die Notwendigkeit einer konstruktiven Zusammenarbeit zwischen den politischen Parteien, nachdem hitzige Diskussionen über die Sachpolitik geführt worden seien. Er warnte davor, Debatten in Streitigkeiten über Formulierungen abgleiten zu lassen, und verwies dabei auf jüngste Aussagen der SPD-Vorsitzenden Bärbel Bas zu Kürzungen im Sozialbereich. Trotz Forderungen nach Reformen bleibt Dobrindt vorerst bei der Beibehaltung der Grenzkontrollen.

Unterdessen treibt die Bundesregierung langfristige Änderungen des europäischen Migrationssystems voran. Ziel ist es, die Binnengrenzkontrollen schrittweise abzuschaffen, wobei noch kein konkreter Zeitplan feststeht. Dobrindt rief die Parteien zudem auf, bei den Reformen des Arbeitsmarktes gemeinsame Lösungen zu finden und geschlossener vorzugehen.

Deutschland wird seine aktuellen Maßnahmen zur Grenzsicherung aufrechterhalten, während gleichzeitig an umfassenderen Migrationsreformen gearbeitet wird. Auch Abschiebungen – einschließlich solcher nach Afghanistan – sollen wie geplant fortgesetzt werden. Im Mittelpunkt der Regierungsarbeit steht weiterhin der Ausgleich zwischen Sicherheit und langfristigen politischen Anpassungen.

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