Ex-Minister Wissing fordert FDP-Kurskorrektur nach Parteiaustritt und Ampel-Debakel
Oliver LinkeEx-Minister Wissing fordert FDP-Kurskorrektur nach Parteiaustritt und Ampel-Debakel
Volker Wissing, ehemaliger FDP-Minister, hat die Freien Demokraten aufgefordert, ihre politische Ausrichtung klarer zu definieren. Seine Äußerungen erfolgen, nachdem er die Partei nach dem Scheitern von Bundeskanzler Olaf Scholz' Ampelkoalition verlassen hatte.
Wissing war zuvor Generalsekretär der FDP gewesen, bevor er als Regierungsmitglied in das Kabinett eintrat. Nach seinem Parteiaustritt blieb er als Parteiloser in der Regierung. Nun kritisiert er die FDP dafür, sich zu weit nach rechts bewegt zu haben, ohne dabei Wähler zu gewinnen.
Unter dem aktuellen Vorsitzenden Christian Dürr habe die Partei einen von Wissing als "libertären Kurs" bezeichneten Weg eingeschlagen – sie folge damit eher Trends, statt eine klare Vision zu entwickeln. Im Mai wird auf dem Parteitag ein neuer Vorsitzender gewählt, wobei Dürr mit Henning Höne einen Herausforderer hat.
Wissings Hauptsorge gilt der Frage, welche Zukunftsperspektive die FDP ihren Anhängern bieten will. Ohne eine klare Ausrichtung, so seine Argumentation, riskiere die Partei, an Bedeutung zu verlieren. Der Führungsstreit der FDP im Mai wird zwischen Dürr und Höne entschieden. Wissings Aussagen spiegeln die internen Debatten über Strategie und Identität der Partei wider. Das Ergebnis könnte den Kurs der Liberalen für die anstehenden Wahlen prägen.






