Familienunternehmen warnen vor wirtschaftlichem Niedergang durch Koalitionsversagen
Oliver LinkeFamilienunternehmen warnen vor wirtschaftlichem Niedergang durch Koalitionsversagen
Stiftung Familienunternehmen und Politik übt scharfe Kritik an Bundesregierung zum ersten Jahrestag der schwarz-roten Koalition
Rainer Kirchdörfer, Vorstandsmitglied der Stiftung Familienunternehmen und Politik, warnte zum ersten Jahrestag der schwarz-roten Koalition, dass sich die deutsche Wirtschaft kontinuierlich abschwäche und das exportgetriebene Modell des Landes in Gefahr gerate. Seine Äußerungen spiegeln die wachsende Frustration unter Unternehmensführern wider, deren Erwartungen enttäuscht wurden und die sich mit verschlechterten Rahmenbedingungen im Inland konfrontiert sehen.
Die Stiftung, die über 600 mittelgroße und große Familienunternehmen vertritt, hatte zunächst gehofft, dass die Koalition die Belastungen für die Wirtschaft verringern würde. Doch Kirchdörfer machte deutlich, dass diese Erwartungen nicht erfüllt wurden. Er betonte, dass ein Scheitern für die Regierung keine Option mehr sei – auch wenn er kaum Aussichten auf spürbare Kürzungen bei Bürokratie oder Staatsausgaben sehe.
Viele Familienunternehmen, so Kirchdörfer, wollten zwar weiterhin in Deutschland investieren, sähen sich jedoch aufgrund innerdeutscher Hindernisse gezwungen, ihre Gewinne zunehmend im Ausland zu suchen. Die Lage werde zusätzlich durch globale wirtschaftliche Spannungen verschärft, darunter die von Kirchdörfer kritisierte Untergrabung der Planbarkeit im Welthandel durch die USA.
Er unterstrich zudem die Notwendigkeit besserer Rahmenbedingungen, um sowohl etablierte Unternehmen als auch die nächste Generation zu unterstützen. Ohne solche Reformen, warnte er, werde Deutschlands Fähigkeit, seine wirtschaftliche Stärke zu erhalten, weiter erodieren.
Die Kritik kommt zu einer Zeit, in der Familienunternehmen mit wachsenden Herausforderungen im In- und Ausland kämpfen. Kirchdörfers Aussagen unterstreichen die Dringlichkeit von Reformen – insbesondere bei der Entflechtung übermäßiger Regulierung und der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Ohne Gegenmaßnahmen, so die Warnung der Stiftung, drohe der exportabhängigen deutschen Wirtschaft ein weiterer Niedergang.






