27 January 2026, 19:24

Hammer-Baumärkte melden Insolvenz an – alle Filialen bleiben vorerst geöffnet

Eine alte Zeitungsannonce mit einem Schaufenster, auf dem eine Tafel mit der Aufschrift "S.D. Edwards Warehouse, No. 102, Cheapside" zu sehen ist, die Fenster, eine Tür und verschiedene Gegenstände im Inneren zeigt, mit zusätzlichem Text am unteren Rand des Bildes.

Hammer Raumstylisten GmbH beantragt Insolvenz - Hammer-Baumärkte melden Insolvenz an – alle Filialen bleiben vorerst geöffnet

Die Hammer Raumstylisten GmbH, Betreiberin der Baumarktkette Hammer, hat beim Amtsgericht Bielefeld Insolvenz angemeldet. Der Schritt erfolgt nach finanziellen Schwierigkeiten des Unternehmens im Zuge des Relaunches Ende 2025. Alle 93 Filialen bleiben vorerst geöffnet, der Betrieb läuft während des Verfahrens zunächst wie gewohnt weiter.

Die Probleme des Unternehmens begannen bereits früher, als die ehemalige Muttergesellschaft, die Schlau Group, im Juni 2025 ein Schutzschirmverfahren einleitete. Das damalige Unternehmen wurde später abgewickelt, wobei rund 70 Hammer-Filialen geschlossen und die Schlau-Großhandelsdivision eingestellt wurden. Dadurch gingen zahlreiche Arbeitsplätze verloren.

Die aktuelle Insolvenzanmeldung von Hammer Bielefeld ist auf Lieferkettenverzögerungen nach dem Neustart im Oktober 2025 zurückzuführen. Technische Probleme behinderten den Geschäftsbetrieb, was zu Umsatzausfällen und finanzieller Belastung führte. Das Unternehmen strebt nun an, die Löhne über Insolvenzgeld abzusichern und eine stabilere Zukunft aufzubauen. Im Herbst 2025 hatte ein Investorenkonsortium die Hammer Bielefeld-Filialen im Rahmen eines Asset Deals übernommen. Trotz der aktuellen Herausforderungen beschäftigt die Kette in den verbleibenden Standorten noch etwa 1.200 Mitarbeiter. Das Amtsgericht Bielefeld bestellte den Rechtsanwalt Stefan Mayer von der Kanzlei Pluta zum vorläufigen Insolvenzverwalter.

Das Insolvenzverfahren soll Arminia Bielefeld ermöglichen, sich zu restrukturieren, während der Filialbetrieb aufrechterhalten bleibt. Die Löhne der Beschäftigten werden über das Insolvenzgeld gesichert. Unternehmensführung und Verwalter arbeiten nun daran, die Geschäfte zu stabilisieren und die langfristige Position der Kette zu sichern.