Heino unterstützt entlassenen Feuerwehr-Richter mit Solidaritätskonzert in Bad Belzig
Oliver LinkeHeino unterstützt entlassenen Feuerwehr-Richter mit Solidaritätskonzert in Bad Belzig
Am Samstagabend betrat ein 87-jähriger deutscher Sänger in Bad Belzig, Brandenburg, die Bühne, um einen Feuerwehrmann zu unterstützen, dem seine offiziellen Ämter entzogen wurden. Bei Heinos Konzert winkten Zuschauer mit schwarz-rot-goldenen Fahnen – sowohl auf als auch vor der Bühne – als Zeichen der Solidarität mit Richard Mänder. Dieser hatte seine Richtertätigkeit verloren, nachdem er eine umstrittene Version der Nationalhymne gespielt hatte.
Der Auftritt folgte auf Mänders Einsatz von Heinos Aufnahme der ersten Strophe des Deutschlandlieds aus den 1970er-Jahren bei einer Meisterschaftseröffnung. Die Spur hatte er auf YouTube entdeckt, doch die Konsequenzen ließen nicht lange auf sich warten: Der Deutsche Feuerwehrverband entband ihn von allen Schiedsrichterposten – eine Entscheidung, die der Verband später verteidigte.
Feuerwehrleute aus Sachsen und Thüringen besuchten das Konzert, um Mänder zu unterstützen. Heinos Manager, Helmut Werner, erklärte, das Ziel der Veranstaltung sei es, Mänder eine zweite Chance zu geben und die öffentliche Rückendeckung zu demonstrieren. Der Sänger präsentierte eine Mischung aus Klassikern wie Blaue Enzian, Rosamunde, Karamba, Karacho, ein Whisky und Die schwarze Barbara.
Unterdessen warnte der Landesfeuerwehrverband Brandenburg unter Präsident Rolf Fünning vor einer Spaltung innerhalb der Feuerwehrgemeinschaft. Zwar erlaubte man die Teilnahme an Mänders alternativer Initiative, der Deutschen Feuerwehrsport Gemeinschaft, verbot jedoch das Tragen offizieller Uniformen oder Abzeichen. Mänder betont wiederholt, er fühle sich durch die Sanktionen unfair behandelt und stigmatisiert.
Die Stimmung beim Konzert spiegelte den anhaltenden Streit wider: Nationalfarben prägten das Bild im Saal und unterstrichen die Gratwanderung zwischen Mänders Unterstützern und der Verbandsführung.
Die Veranstaltung machte die tiefen Gräben in der Debatte um Mänders Fall deutlich. Während der Feuerwehrverband an seiner Haltung festhält, zeigt die öffentliche Solidarität, dass der Konflikt noch lange nicht beigelegt ist. Mänders Zukunft in der Organisation bleibt ungewiss – doch das Konzert hat die Diskussion am Leben erhalten.






