Hertha BSC kämpft gegen dreispielige Sperre für Stürmer Kownacki
Siegrid RöhrichtDrei-Spiele-Sperre für Kownacki: Hertha legt Protest ein - Hertha BSC kämpft gegen dreispielige Sperre für Stürmer Kownacki
Hertha BSC wehrt sich gegen dreispielige Sperre für Stürmer Dawid Kownacki
Der Bundesligist Hertha BSC legt Einspruch gegen eine dreispielige Sperre für seinen Angreifer Dawid Kownacki ein. Die Strafe folgt nach seiner Roten Karte beim 2:2-Unentschieden gegen Darmstadt 98 am vergangenen Sonntag. Der Verein hat nun offiziell Berufung beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) eingelegt.
Kownacki sah in der 70. Minute die Rote Karte nach einem rüden Foul an Darmstadt-Verteidiger Luca Marseiler. Schiedsrichter Florian Lechner wertete das Tackling als überhart und begründete die Entscheidung damit, dass der polnische Stürmer keine Chance auf den Ball gehabt habe und gezielt die Beine seines Gegners angegriffen habe. Das DFB-Sportgericht stufte das Vergehen als "Tätlichkeit in einem minder schweren Fall" ein.
Die Sperre trifft Hertha BSC zu einem ungünstigen Zeitpunkt: Die Berliner kämpfen in dieser Saison mit mangelnder Torausbeute. Kownacki, der bisher mindestens in zwei Spielen zum Einsatz kam – unter anderem in der Startelf beim 0:0 gegen Schalke 04 am 17. Januar sowie als Einwechselspieler im Darmstadt-Spiel –, hatte aufgrund von Verletzungen bisher nur begrenzte Spielzeit. Sein Fehlen würde die ohnehin dünne Offensive des Teams weiter schwächen.
In der Berufungsbegründung argumentiert Hertha gegen die Härte der Strafe und betont, dass die Sperre einen schweren Rückschlag für die laufende Saison bedeuten würde. Nun wartet der Verein auf die Entscheidung des DFB über den Einspruch.
Das Ergebnis des Verfahrens wird entscheiden, ob Kownacki die volle dreispielige Sperre absitzen muss. Sollte der Protest abgelehnt werden, verpasst der Stürmer wichtige Partien, während Hertha BSC sich auf seine Abwesenheit einstellen muss. Die Entscheidung dürfte die taktische Ausrichtung des Teams in den kommenden Wochen maßgeblich beeinflussen.