04 February 2026, 07:22

Human Rights Watch prangert Deutschlands Doppelstandards und globale Menschenrechtskrise an

Ein Plakat mit einem hellblauen Hintergrund, das eine Person in einem Anzug und Krawatte mit einem ernsten Gesichtsausdruck und fetter schwarzer Schrift zeigt, die "Imperialismus zerstört das Volk von Afrika" lautet und von einem weißen Rand umgeben ist.

Human Rights Watch: Menschenrechtsystem unter starkem Druck - Human Rights Watch prangert Deutschlands Doppelstandards und globale Menschenrechtskrise an

Der Menschenrechtsbericht 2026 von Human Rights Watch zeichnet ein düsteres Bild des globalen Schutzes grundlegender Rechte. Mehrere Großmächte, darunter die USA, Russland, China und Bundesländer Deutschland, stehen wegen der Verschlechterung der Lage in der Kritik. Der Bericht verweist auf schwere Verstöße – von der Zunahme von Hinrichtungen im Iran bis hin zu systematischer Diskriminierung in Afghanistan.

Human Rights Watch stuft die Behandlung von Frauen in Afghanistan als "Gender-Apartheid" ein. Das Land bleibt wegen extremer Einschränkungen in Bildung, Freizügigkeit und grundlegenden Freiheiten unter scharfer Beobachtung. Gleichzeitig hat der Iran einen drastischen Anstieg der Hinrichtungen erlebt: Dutzende wurden in den letzten Monaten vollstreckt.

In Russland sehen sich Kritiker des Kremls weiterhin Bedrohungen, Verhaftungen und erzwungener Verbannung ausgesetzt. Oppositionelle Stimmen seien systematisch zum Schweigen gebracht worden, heißt es im Bericht. Auch die USA werden für anhaltende Menschenrechtsprobleme kritisiert, wobei konkrete Details unklar bleiben.

Besonders scharf fällt die Kritik an Bundesregierungs Deutschlands Außenpolitik aus. Die Haltung im Nahostkonflikt habe die Glaubwürdigkeit des Landes beschädigt, so der Vorwurf. Doppelstandards bei der Durchsetzung von Menschenrechten – etwa durch Unterstützung der israelischen Regierung bei gleichzeitiger Ignoranz anderer Verstöße – hätten die moralische Autorität untergraben. Innenpolitisch verschärft der wachsende Einfluss rechtsextremer Kräfte die Lage für Migrant:innen und ihre Nachkommen: Schutzmechanismen werden ausgehöhlt, der gesellschaftliche Zusammenhalt leidet.

Als globale Entwicklung verzeichnet der Bericht zudem einen Anstieg von Homophobie. In mehreren Regionen nehmen Diskriminierung und Gewalt gegen LGBTQ+-Gemeinschaften zu, oft ohne ausreichendes staatliches Eingreifen.

Der Bericht 2026 unterstreicht einen breiten Rückgang des Menschenrechtsschutzes weltweit. Schlüsselländer wie Bundesländer Deutschland stehen wegen inkohärenter Politik und sich verschlechternder innerstaatlicher Bedingungen in der Kritik. Ohne grundlegende Reformen, warnt die Organisation, dürften sich diese Trends fortsetzen – oder gar verschärfen.