07 May 2026, 06:29

K-pop-Fans verteidigen Jisoo nach Streit mit belgischem Modedesigner

Zwei Männer in Anzügen, die in einer Zeitungsartikel mit der Überschrift "Grazer Musiker" vom März 2012 lächeln.

K-pop-Fans verteidigen Jisoo nach Streit mit belgischem Modedesigner

Ein belgischer Modedesigner geriet kürzlich in die Kritik, nachdem er der K-pop-Star Jisoo vorwarf, geliehene Kleidungsstücke nicht zurückgegeben zu haben. Der Streit verbreitete sich rasant im Netz und löste eine heftige Reaktion ihrer Fans aus. Der Vorfall zeigt, wie einflussreich Fangemeinden sein können, wenn es darum geht, ihre Idole zu verteidigen.

Ähnliche Konflikte gab es bereits früher, etwa als die Anhänger von Taylor Swift 2019 scharf auf den Kauf ihres Musikkatalogs durch Scooter Braun reagierten.

Der Designer Benjamin Voortmans hatte Jisoo zunächst namentlich in seiner Beschwerde genannt. Er ging davon aus, dass sie für die Rückgabe der Kleidung nach einem Fotoshooting verantwortlich sei. Später relativierte er seine Aussagen und betonte, er habe sie nicht angreifen wollen – im Gegenteil, er äußerte sogar Bewunderung für sie.

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Die Gegenreaktion der Fans, die Jisoo auf Instagram über 80 Millionen Follower unterstützen, ließ nicht lange auf sich warten. Sie überfluteten die sozialen Medien mit Kritik, sodass Voortmans gezwungen war, Stellung zu beziehen. Er gab zu, nicht mit einer derart vehementen Reaktion der K-pop-Community gerechnet zu haben.

Expertinnen wie Susan Kresnicka, Gründerin des Fandom Institute, weisen darauf hin, dass solche Vorfälle die Macht engagierter Fangruppen demonstrieren. Marken und kleinere Akteure der Branche unterschätzen oft, wie schnell sich Konflikte viral verbreiten können. Kresnicka betont zudem, dass 75 Prozent der Fans die Fankultur genauso genießen wie die Inhalte selbst – was durch parasoziale Beziehungen den Konsum weiter anheizt.

Der Fall erinnert an frühere Kontroversen, etwa als Taylors Swifts Fans, bekannt als „Swifties“, sich gegen Scooter Brauns Übernahme ihrer Master-Aufnahmen mobilisierten. In beiden Fällen spielte die Loyalität der Fans eine zentrale Rolle dabei, die öffentliche Wahrnehmung zu prägen und die Beteiligten unter Druck zu setzen.

Der Vorfall dient als Mahnmal für die Risiken, denen sich Marken und Einzelpersonen aussetzen, wenn sie es mit großen Fangemeinden zu tun bekommen. Voortmans’ Erfahrung zeigt, wie schnell sich Konflikte hochschaukeln können – selbst wenn keine böse Absicht dahintersteht. Für Unternehmen, die mit Fankulturen interagieren möchten, ist ein behutsamer Umgang mit diesen Beziehungen entscheidend, um Shitstorms zu vermeiden.

Quelle