Krach fordert Wegner zum Tennis-Duell wegen Berliner Mietpreispolitik heraus
Oliver LinkeKrach fordert Wegner zum Tennis-Duell wegen Berliner Mietpreispolitik heraus
Steffen Krach, Spitzenkandidat der SPD in Berlin, hat die Wohnungsfrage ins Zentrum seines Wahlkampfs gerückt. Er warf dem regierenden Bürgermeister Kai Wegner vor, gegen die explodierenden Mieten nicht genug zu unternehmen – und forderte ihn anschließend zu einem Tennis-Match auf, um den Streit beizulegen.
In einer jüngeren Rede kritisierte Krach Wegners Politik im Bereich des bezahlbaren Wohnraums. Die SPD habe sich bereits lange vor der Linken für Mietpreisbremse eingesetzt, betonte er. Zudem habe seine Partei eine Schlüsselrolle bei der Einrichtung des Berliner Mietspiegels gespielt, ein Erfolg, den Krach als Beleg für das Engagement der SPD anführte.
Das bald startende stadtweite Mietregister bezeichnete Krach als „bahnbrechende Entwicklung“. Es werde dringend benötigte Transparenz auf dem Wohnungsmarkt schaffen, argumentierte er. Gleichzeitig forderte er die Bundesregierung auf, den Ländern die Möglichkeit zu geben, strengere Mietkontrollen wieder einzuführen.
An die Vermieter gerichtet, warnte Krach: Ab Anfang 2027 würden Mietpreiskontrolleure mit Inspektionen beginnen. Wer Mieter ausbeute, müsse mit Sanktionen rechnen. Mit einem plötzlichen Tonwechsel erinnerte er an das berühmte Tennismatch zwischen Wegner und Günther Wünsch am 3. Januar. Krach erklärte sich bereit, Wegner „jederzeit und überall“ auf dem Platz gegenüberzutreten, um ihre politischen Differenzen zu klären.
Krachs Wahlkampf wird sich stark auf die Berliner Wohnungsnot konzentrieren. Seine Forderung nach bundesweiten Maßnahmen zur Mietpreisbremse und die Androhung schärferer Kontrollen deuten auf eine härtere Gangart hin. Die Tennis-Herausforderung verleiht der politischen Rivalität vor der Wahl eine persönliche Note.






