21 April 2026, 18:35

Kriminalstatistik 2025: Weniger Straftaten, aber mehr schwere Gewaltverbrechen

Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift "Deutschland, Lagerland Migration ist kein Verbrechen" und eine Flagge, mit Straßenlaternen, Bäumen, Kränen, einem Gebäude und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Kriminalstatistik 2025: Weniger Straftaten, aber mehr schwere Gewaltverbrechen

Kriminalstatistik 2025: Rückgang bei Gesamtstraftaten – aber Zunahme schwerer Gewalt

2025 verzeichnete Deutschland einen Rückgang der erfassten Straftaten um 5,6 Prozent – die Fallzahlen sanken auf etwa 5,5 Millionen. Doch die neuesten Zahlen sorgen für Streit darüber, wie die Behörden Kriminalitätsdaten interpretieren und präsentieren.

Der Bericht für 2025 zeigt ein zwiespältiges Bild: Zwar ging die Gesamtzahl der Delikte zurück, doch schwere Straftaten nahmen zu. So stiegen Mord und Totschlag um 6,5 Prozent, Vergewaltigungen und andere schwere Sexualdelikte sogar um 8,5 Prozent. Auch Messerangriffe blieben auf hohem Niveau – rund 29.000 Fälle wurden registriert.

Bei den Tatverdächtigen waren Nichtdeutsche überproportional vertreten, insbesondere bei Gewaltdelikten. Rechnet man den Bevölkerungsanteil heraus, fielen ausländische Staatsangehörige etwa 2,6-mal häufiger als Tatverdächtige auf als deutsche Bürger. Die am häufigsten erfassten Nationalitäten waren die Türkei, Syrien, Rumänien, die Ukraine, Polen und Afghanistan.

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Die Türkische Gemeinde in Deutschland kritisierte die Handhabung der Statistik durch die Regierung scharf. Ihre Bundesvorsitzende, Mehtap Çağlar, warf Innenminister Alexander Dobrindt vor, die Daten für politische Zwecke zu instrumentalisieren. Der Verband argumentiert, dass die Polizeistatistiken vor allem die Arbeit der Strafverfolgungsbehörden abbilden – nicht aber das tatsächliche Kriminalitätsniveau oder dessen Ursachen. Zudem verwiesen sie auf strukturelle Faktoren, etwa dass Migranten häufiger angezeigt werden, was die Zahlen verzerren könnte.

Der Kriminalitätsbericht 2025 zeigt also zwar einen Rückgang bei den Gesamtstraftaten, wirft aber Fragen zur Zunahme schwerer Gewalt auf. Die Debatte über die Aussagekraft der Daten hält an: Kritiker zweifeln daran, ob die Statistiken die tatsächlichen Kriminalitätstrends widerspiegeln oder vielmehr soziale Ungleichheiten und Ermittlungspraktiken abbilden. Auf die Vorwürfe der politischen Inszenierung haben die Behörden bisher nicht reagiert.

Quelle