04 February 2026, 07:14

Lichterglanz und Rockmusik: Ein Gottesdienst bricht mit Traditionen

Eine Menschenmenge bei einem Konzert mit beleuchteten Gebäuden und Masten im Hintergrund, unter einem Himmel voller farbiger Feuerwerke.

Lichterglanz und Rockmusik: Ein Gottesdienst bricht mit Traditionen

Licht für alle: Ein ungewöhnlicher Gottesdienst in Tiefenort

Die St.-Petri-Kirche in Tiefenort war am 1. Februar bis auf den letzten Platz gefüllt – trotz winterlicher Kälte und eines vollen Terminkalenders im Dorf. Der Gottesdienst Licht für alle brach mit der Tradition und bot statt der gewohnten Orgelmusik ein intimes, clubähnliches Konzert. Hunderte Lichter tauchten die Kirche in warmes Licht, als die Band The Quiet Side die Bühne betrat.

Der Abend entfaltete sich wie eine Reise, die dramatische Szenen mit dem Thema Licht als Symbol der Hoffnung verband. Pfarrer Thomas Volkmann gesellte sich mit seinem Keyboard zu den Musikern – sein Talar ein markanter Kontrast zur rockigen Atmosphäre. Die Band spielte eine Mischung aus ergreifenden Gesängen wie Kyrie eleison, Beatles-Klassikern und ostdeutschen Rockballaden, begleitet von Gitarre, Cajón und Mundharmonika.

Die Predigt griff die Worte Jesu auf und beschrieb den Glauben als ein Feuer, das selbst in finsteren Zeiten den Weg erleuchtet. Die Besucher nahmen später an einem Kerzenritual teil, bei dem sie Flammen in einem großen schmiedeeisernen Fisch entzündeten – als Zeichen für ihre persönlichen Gebete. Viele erhielten auch individuelle Segensworte, was dem Abend eine persönliche Note und Ermutigung verlieh.

Der Gottesdienst zog ein großes Publikum an, darunter zahlreiche junge Menschen, und übertraf damit alle Erwartungen der Gemeinde. Die Verbindung aus Musik, Besinnung und Ritual schuf ein Erlebnis, das sich zugleich modern und tiefgründig anfühlte.

Besonders prägend waren die rockige Energie und die spirituelle Reflexion, die diesen Abend ausmachten. Das Kerzenritual und die persönlichen Segnungen hinterließen bei den Besuchern einen bleibenden Eindruck. Die Veranstalter betonten, dass es gelungen sei, Menschen aller Generationen auf eine selten gesehene Weise zusammenzubringen.