Mecklenburg-Vorpommern kämpft um gestopptes Ostsee-Stromkabel nach Schweden
Siegrid RöhrichtMV plant Pläne für Stromleitung nach Schweden wieder auf - Mecklenburg-Vorpommern kämpft um gestopptes Ostsee-Stromkabel nach Schweden
Mecklenburg-Vorpommern drängt auf Wiederbelebung eines gestoppten Energieprojekts zwischen Schweden und Deutschland
Das Bundesland will das 2024 eingestellte Vorhaben Hansa PowerBridge neu aufleben lassen – eine geplante Stromtrasse unter der Ostsee, die Schweden mit Deutschland verbinden sollte. Der Landtag in Schwerin hat die Bundesregierung und die EU aufgefordert, die möglichen Vorteile des Projekts erneut zu prüfen.
Ursprünglich sollte die Hansa PowerBridge Südschweden mit der Region um Güstrow in Nordostdeutschland verbinden. Ziel war es, den Energieaustausch zu optimieren: Überschüssiger Windstrom aus Deutschland hätte nach Norden fließen sollen, während Schweden bei Bedarfsspitzen in Deutschland Strom liefern könnte.
Der Landtag hat die Bundesregierung nun offiziell aufgefordert, Gespräche mit Schweden und Norwegen wieder aufzunehmen. Abgeordnete sehen in dem Projekt weiterhin einen wichtigen Baustein für die regionale Energiesicherheit. Bisher gibt es jedoch keine neuen Machbarkeitsstudien oder politische Signale aus Schweden, die auf eine Kehrtwende hindeuten.
Unklar bleibt die aktuelle Haltung Schwedens. Die Entscheidung, das Kabelprojekt 2024 auf Eis zu legen, wurde ohne öffentliche Begründung getroffen, und seither wurden keine aktualisierten Bewertungen veröffentlicht.
Ob die Pläne wiederaufgenommen werden, hängt nun von der Unterstützung durch Bund und EU ab. Bei einer Realisierung könnte die Stromleitung beiden Ländern helfen, Überschüsse und Engpässe bei erneuerbaren Energien besser auszugleichen. Als nächste Schritte wären formelle Verhandlungen und aktualisierte technische Prüfungen notwendig.






