19 April 2026, 14:38

Niedersachsens Wirtschaft 2024: Dienstleister boomen, Industrie kämpft mit Rückgängen

Schwarze und weiße Karte von Ober- und Niedersachsen, die geographische Merkmale wie Flüsse, Berge und Städte zeigt, mit zusätzlichen Textanmerkungen.

Niedersachsens Wirtschaft 2024: Dienstleister boomen, Industrie kämpft mit Rückgängen

Niedersachsens Wirtschaft zeigte 2024 ein gemischtes Bild – mit einer deutlichen Spaltung zwischen kriselnden Branchen und wachsenden Sektoren. Zwar sank der Gesamtumsatz der umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen um 1,8 Prozent auf rund 746 Milliarden Euro, doch einige Bereiche verzeichneten deutliche Zuwächse. Die aktuellen Zahlen offenbaren zudem einen allmählichen Wandel in der Wirtschaftsstruktur der Region.

Hauptverantwortlich für den Umsatzrückgang war der Energiesektor, der einen drastischen Einbruch von 17 Prozent hinnehmen musste. Auch die Industrie setzte ihren Abwärtstrend fort und schrumpfte um 5,5 Prozent – eine Entwicklung, die sich seit 2022 verstärkt. Besonders betroffen waren der Maschinenbau, die Metallherstellung und -verarbeitung, die die höchsten Verluste verkraften mussten.

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Dagegen entwickelten sich die dienstleistungsorientierten Branchen positiv. Finanz- und Versicherungsdienstleistungen sowie wissenschaftliche, technische und unternehmensnahe Dienstleistungen konnten deutliche Umsatzsteigerungen verbuchen. Dennoch reichten diese Zuwächse nicht aus, um die Verluste in Produktion und Handel auszugleichen.

Die Zahl der Unternehmen in Niedersachsen stieg 2024 leicht um 0,6 Prozent auf 276.260. Dieser moderate Anstieg geht mit den strukturellen Veränderungen einher und deutet auf eine schrittweise Verschiebung hin zu einer stärker dienstleistungsbasierten Wirtschaft hin.

Die Daten spiegeln einen Wandel in der Wirtschaftslandschaft Niedersachsens wider: Während traditionelle Sektoren wie Industrie und Energiewirtschaft weiterhin unter Druck stehen, expandieren die Dienstleistungsbranchen. Der insgesamt rückläufige Umsatz unterstreicht die Notwendigkeit weiterer Anpassungen im wirtschaftlichen Umfeld der Region.

Quelle