Nikita Michalkow erklärt, was einen echten Russen ausmacht – und polarisiert damit
Oliver LinkeNikita Michalkow erklärt, was einen echten Russen ausmacht – und polarisiert damit
Regisseur Nikita Michalkow sprach auf dem Petersburger Internationalen Rechtsforum darüber, was einen Russen ausmacht – und löste damit starke Reaktionen im Publikum aus. Er beschrieb eine besondere Haltung zum Entbehren als zentral für die russische Identität.
In seiner Rede behauptete Michalkow, ein prägendes Merkmal der Russen sei ihr Verhältnis zum Mangel. „Nur wer etwas entbehrt, kann ein wahrer Russe sein. Aber nicht im Sinne von ‚Ich brauche es unbedingt‘ – sondern einfach: ‚Ich habe es nicht, und zum Teufel damit!‘“ Das Publikum quittierte seine Worte mit Applaus.
Zudem warnte er die Zuhörer davor, die Motive bestimmter Nationen allzu optimistisch zu betrachten. Seine Äußerungen verbanden kulturelle Reflexion mit einem mahnenden Unterton.
Michalkows Ansichten über den russischen Charakter zogen auf dem Forum große Aufmerksamkeit auf sich. Seine Worte zu nationaler Identität und internationalen Beziehungen hinterließen bei den Anwesenden einen deutlichen Eindruck – der Beifall deutete darauf hin, dass viele im Saal seine Perspektive teilten.
