28 January 2026, 15:56

Norddeutschland lahmgelegt: Öffentlicher Dienst streikt für 7 Prozent mehr Lohn

Ein detaillierter architektonischer Grundriss des Rosenhof-Krankenhauses in Hamburg, Deutschland, mit einem Gebäude mit zahlreichen Kabeln und Texten, die den Aufbau beschreiben, darunter Räume, Flure und weitere Merkmale.

Warnstreiks an Universitäten und Universitätskliniken im Norden - Norddeutschland lahmgelegt: Öffentlicher Dienst streikt für 7 Prozent mehr Lohn

Beschäftigte im öffentlichen Dienst in Norddeutschland streiken erneut für höhere Löhne

In weiten Teilen Norddeutschlands haben Beschäftigte des öffentlichen Dienstes ihre Streiks für bessere Bezahlung wiederaufgenommen. Betroffen sind vor allem Universitätskliniken und andere wichtige Einrichtungen in Schleswig-Holstein. Die Gewerkschaften hatten die Arbeitsniederlegungen ausgeweitet, nachdem die Tarifverhandlungen in den vergangenen Wochen ins Stocken geraten waren.

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der dbb beamtenbund fordern für rund 2,2 Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst eine Lohnerhöhung von 7 Prozent, mindestens jedoch 300 Euro mehr im Monat. Die Forderungen führten zu flächendeckenden Streiks, darunter auch einem gemeinsamen Aktionstag an Universitäten, den ver.di und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) organisiert hatten.

Schleswig-Holstein besonders betroffen In Schleswig-Holstein trafen die Ausstände vor allem die Universitätskliniken in Kiel und Lübeck (UKSH) hart. Zahlreiche Operationssäle mussten geschlossen werden, und in der Radiologie kam es zu massiven Einschränkungen. An den Warnstreiks von ver.di beteiligten sich in Kiel etwa 300 bis 400 Streikende.

Der Konflikt lenkt zudem die Aufmerksamkeit auf die seit Langem kritisierten Arbeitsbedingungen an den Hochschulen des Landes. Obwohl die Universitäten zu den größten Arbeitgebern in Schleswig-Holstein zählen, klagen die Beschäftigten über mangelnde Fortschritte bei der Verbesserung der Arbeitsstandards.

Verhandlungen im Februar – weitere Streiks möglich Eine dritte Verhandlungsrunde ist nun für den 11. bis 13. Februar angesetzt. Die Arbeitgeber wurden aufgefordert, die "Pattsituation zu durchbrechen", um weitere Beeinträchtigungen zu vermeiden. Die Gewerkschaften warnten jedoch, dass es vor der Wiederaufnahme der Gespräche zu weiteren Streiks kommen könnte.

Der anhaltende Tarifstreit belastet weiterhin zentrale Dienstleistungen in Norddeutschland. Mit der Fortsetzung der Verhandlungen im nächsten Monat steht beide Seiten unter Druck, eine Einigung zu erzielen. Bis dahin bleibt die Gefahr weiterer Arbeitskämpfe in der gesamten Region bestehen.