21 January 2026, 13:36

Nordische Literaturtage feiern Rückkehr mit Lesungen und Debüts in Hamburg

Ein aufgeschlagenes Buch mit einer detaillierten Landkarte von Skandinavien, einschließlich geografischer Merkmale wie Bergen, Flüssen und Städten, mit begleitendem Text.

Nordische Literaturtage feiern Rückkehr mit Lesungen und Debüts in Hamburg

Die Nordischen Literaturtage sind zurück – das Festival vereint Schriftsteller:innen aus der gesamten Region. Vom 24. bis 27. November bietet die Deutsche Bahn in Hamburg Lesungen, Diskussionen und Debüts. Die meisten Beiträge werden in den Originalsprachen gehalten, für das Publikum gibt es deutsche Untertitel.

Eröffnet wurde das Festival mit der norwegischen Autorin Linn Ullmann, die ihren autofiktionalen Roman Girl, 1983 (Mädchen, 1983 auf Deutsch, erschienen im Luchterhand Verlag) präsentierte – ein Werk, das den Ton für das diesjährige Programm setzt.

Am Dienstag stehen patriarchale Strukturen im Mittelpunkt, wobei die Diskussionen sich mit entsprechenden Themen in der nordischen Literatur auseinandersetzen. Parallel dazu untersuchen an der HfbK Hamburg sechs Schriftsteller:innen aus Schweden und Deutschland, wie ihre Lebensgeschichten ihre Lyrik prägen. Am Mittwoch sind unter anderem die Autorin mit samischer Herkunft, Kathrine Nedrejord, die finnische Debütantin Susanna Hast und die dänische Schriftstellerin Cecilie Lind zu erleben – ihr Werk wird erstmals einem deutschen Publikum vorgestellt. Zudem liest Karen Köhler aus der deutschen Übersetzung ihres neuesten Romans, übersetzt von Paul Berf. Ein besonderes Panel über Island mit Pedro Gunnlaugur Garcia und Berit Glanz gibt Einblicke in die literarische Szene des Landes.

Das Festival, das 1986 ins Leben gerufen wurde und seitdem parallel zur jährlichen Buchhändlerkonferenz in Hamburg stattfindet, verbindet etablierte Namen wie Helle Helle und Katja Kettu mit neuen Stimmen. Bis zum 27. November reichen die Lesungen in Originalsprache mit deutschen Untertiteln von erfahrenen Autor:innen bis zu Nachwuchstalenten – ein Mix aus Prosa, Lyrik und kulturellem Austausch. Die lange Tradition des Festivals unterstreicht seine Bedeutung als Brücke zwischen der nordischen Literatur und dem deutschen Publikum.