Pflegeversicherung: Finanzloch wächst auf 7,5 Milliarden Euro im Jahr 2023
Oliver LinkePflegeversicherung: Finanzloch wächst auf 7,5 Milliarden Euro im Jahr 2023
Die gesetzliche Pflegeversicherung in Deutschland steht vor einem deutlich größeren Finanzloch als befürchtet. Neue Berechnungen zeigen, dass das Defizit 2023 auf 7,5 Milliarden Euro anwachsen wird – deutlich höher als bisher angenommen. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hatte die Lücke zuvor noch auf 6 Milliarden Euro beziffert.
Die überarbeiteten Prognosen offenbaren eine sich weiter verschärfende finanzielle Lage. Ursprünglich war die Bundesregierung von einem Fehlbetrag von 6 Milliarden Euro in diesem Jahr ausgegangen. Doch die aktuellen Hochrechnungen korrigieren die Zahl nun auf 7,5 Milliarden Euro nach oben.
Auch die Aussichten für die kommenden Jahre geben Anlass zur Sorge. Bis 2028 könnte sich das Defizit auf über 15 Milliarden Euro belaufen, falls keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Die steigenden Kosten in der Pflege übersteigen weiterhin die verfügbaren Mittel.
Die aktualisierten Zahlen unterstreichen die wachsende finanzielle Belastung des Systems. Mit einem Defizit von nun 7,5 Milliarden Euro für 2023 steht die Politik vor der Herausforderung, die Deckungslücke zu schließen. Ohne Kurskorrektur droht die Lücke in den nächsten fünf Jahren auf über 15 Milliarden Euro anzusteigen.






