Private Krankenversicherung: Ab 2026 drohen massive Beitragserhöhungen für 60 Prozent der Versicherten
Siegrid RöhrichtPrivate Krankenversicherung: Ab 2026 drohen massive Beitragserhöhungen für 60 Prozent der Versicherten
Ab 2026 drohen in Deutschland drastische Steigerungen bei den Beiträgen für private Krankenversicherungen. Rund 60 Prozent der Versicherten müssen mit deutlichen Prämienanstiegen rechnen – eine zusätzliche Belastung für viele Rentner, die bereits jetzt mit hohen monatlichen Zahlungen kämpfen.
Aktuell ist etwa jeder zehnte Deutsche privat krankenversichert, während der Großteil auf die gesetzliche Krankenkasse setzt. Private Policen bieten zwar oft kürzere Wartezeiten auf Facharzttermine – gesetzlich Versicherte warten nicht selten länger als zwei Monate –, doch im Gegensatz zu den einkommensabhängigen Beiträgen der gesetzlichen Kassen richten sich die Prämien der Privatversicherer nicht nach dem Einkommen.
Noch vor der Wahl hatten die Sozialdemokraten eine "solidarische Bürgerversicherung" gefordert, um die Finanzierung zu vereinheitlichen. Jetzt fordern die Gewerkschaftsvertreter Verena Bentele und Hans-Jürgen Urban ein einheitliches System, das von allen finanziert wird. Dies würde ihrer Meinung nach die Last für privat Versicherte mildern, die mit massiven Beitragserhöhungen konfrontiert sind.
Versicherer raten mitunter dazu, im Alter in günstigere Tarife zu wechseln – was jedoch oft mit Leistungskürzungen verbunden ist. Für viele Rentner sind die steigenden Kosten bereits jetzt kaum noch tragbar. Die geplanten Prämienanstiege ab 2026 werden einen Großteil der Privatversicherten treffen, besonders hart betroffen sind Rentner. Die Forderungen nach einem einheitlichen Versicherungssystem werden lauter, und die Debatte über gerechtere Finanzierungsmodelle wird angesichts der steigenden Kosten weiter an Fahrt aufnehmen.






