04 May 2026, 18:42

RAPK entschuldigt sich für Blockade des revolutionären 1.-Mai-Aufmarsches in Berlin

Eine große Gruppe von Menschen, die eine straße mit Bäumen und Laternen entlangmarschieren, mit Kameras in der Hand, mit einem Gebäude und einem klaren Himmel im Hintergrund.

RAPK entschuldigt sich für Blockade des revolutionären 1.-Mai-Aufmarsches in Berlin

Berliner Rap-Trio RAPK entschuldigt sich für Störung des revolutionären Maiaufmarsches

Die Berliner Rap-Gruppe RAPK hat sich für die Unterbrechung des diesjährigen Revolutionären 1.-Mai-Aufmarsches mit ihrem jährlichen Solidaritätskonzert entschuldigt. Das Trio, bestehend aus Victor, Tariq und Gustav, tritt seit Jahren am 1. Mai in Kreuzberg auf – traditionell im Anschluss an die Myfest-Feierlichkeiten. Ihre Musik verbindet lokales Leben mit gesellschaftspolitischen Themen wie Gentrifizierung und Rassismus durch Polizeikontrollen (Racial Profiling). Doch in diesem Jahr kollidierte ihr Auftritt mit der Route der Demonstration.

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Das Konzert von RAPK 2023 fand statt, als sich der Maiaufmarsch näherte, was zu Verzögerungen führte. Die Gruppe räumte später ein, die Prozession blockiert zu haben, und bedauerte die entstandenen Behinderungen. Während des Events versuchten sie über Durchsagen und Instagram-Posts, die Menge aufzufordern, Platz zu machen – doch die Situation blieb angespannt.

Für das Trio ist Musik ein Werkzeug, um Protest zu verstärken und politische Botschaften zugänglicher zu machen. Aufgewachsen in Kreuzberg, spiegeln ihre Texte die Kämpfe des Viertels wider – von Drogenproblemen bis zum Wohnungsnotstand. Sie argumentieren, dass Kultur und Aktivismus sich gegenseitig stärken sollten, statt in Konkurrenz zu stehen.

Um künftige Konflikte zu vermeiden, plant RAPK, den Veranstaltungsort des Konzerts zu verlegen. Ziel ist es, die räumliche Trennung vom Demonstrationszug zu wahren, ohne die Tradition von Solidarität und gesellschaftlicher Kritik aufzugeben.

Die Entschuldigung der Gruppe steht im Einklang mit ihrem langjährigen Engagement, Musik und Aktivismus zu verbinden. Künftig wird das Trio darauf achten, dass ihre Konzerte Demonstrationen nicht behindern. Ihr Ansatz zeigt die Überzeugung, dass Protest und Kultur in Kreuzbergs politischer Landschaft nicht nur koexistieren können – sondern sollten.

Quelle