29 December 2025, 02:54

Rheinmetall erhält 52-Millionen-Pfund-Auftrag für RCH 155 von Großbritannien und Deutschland

Ein Buchumschlag mit Armee-Panzern und Jeeps in einer Kriegs-Szene mit Text darüber.

Rheinmetall erhält 52-Millionen-Pfund-Auftrag für RCH 155 von Großbritannien und Deutschland

Rheinmetall sichert 52-Millionen-Pfund-Auftrag für mobiles Haubitzensystem RCH 155 von Großbritannien und Deutschland

Der Rüstungsriese Rheinmetall hat einen Auftrag über 52 Millionen Pfund für seine hochmoderne mobile Haubitze, die RCH 155, von Großbritannien und Deutschland erhalten. Der Deal fällt in eine Phase, in der sich der Aktienkurs des Unternehmens in diesem Jahr mehr als verdreifacht hat – ein Zeichen für die stark gestiegene Nachfrage nach moderner Militärtechnik. Gleichzeitig unterstreicht die Vereinbarung die vertiefte Zusammenarbeit beider Länder als Reaktion auf die Lehren aus dem Ukraine-Krieg.

Der Vertrag wurde im Rahmen des „Trinity House Agreement“ unterzeichnet, einer Initiative zur Stärkung der militärischen Bindungen zwischen Berlin und London. Laut den Bedingungen erhält das Vereinigte Königreich ein Testsystem, während Deutschland zwei weitere RCH-155-Einheiten beschafft.

Die mobile Haubitze hebt sich durch ihren hohen Automatisierungsgrad und die Fähigkeit ab, präzise auch während der Fahrt zu feuern – Eigenschaften, die sie zu einem technologischen Spitzenreiter unter den Artilleriesystemen machen.

Der Auftrag folgt auf wiederholte Forderungen von Politikern, darunter dem britischen Verteidigungsminister Ben Wallace und dem rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Boris Rhein, nach einer Ausweitung der heimischen Rüstungsproduktion. Rhein betonte die Notwendigkeit langfristiger Investitionen in die lokale Fertigung – eine Haltung, die mit Rheinmetalls wachsender Rolle in der europäischen Sicherheitspolitik übereinstimmt. Unterdessen hat sich der Aktienkurs des Konzerns seit Januar um über 203 Prozent auf 1.830,55 Dollar (Freitagsschlusskurs) hochgeschraubt. Analysten warnen jedoch, die Aktie sei mit einem RSI-Wert von 83,7 technisch überkauft.

Die Aufmerksamkeit der Märkte könnte sich bald auf das Ergebnis des geplanten Treffens zwischen Trump und Selenskyj verlagern, das die Stimmung der Anleger stärker beeinflussen dürfte als die heutige Vertragsbekanntgabe. Der Krieg in der Ukraine hat die Bedeutung schneller Truppen- und Materialverlegungen verdeutlicht – eine Fähigkeit, für die die RCH 155 konzipiert wurde.

Der 52-Millionen-Pfund-Auftrag festigt Rheinmetalls Position als zentraler Zulieferer in Europas sich wandelnder Sicherheitslandschaft. Mit der Auslieferung der RCH 155 setzen sowohl Großbritannien als auch Deutschland auf Systeme, die Mobilität und Automatisierung in den Vordergrund stellen. Wie sich der Vertrag langfristig auf den Rheinmetall-Kurs auswirkt, könnte jedoch von den politischen Entwicklungen der kommenden Tage abhängen.