Russisch-Deutsche Kulturtage beweisen: Kultur lebt auch digital weiter
Hubertus CasparRussisch-Deutsche Kulturtage beweisen: Kultur lebt auch digital weiter
Die Coronavirus-Pandemie zwang viele Kulturveranstaltungen in eine Pause – doch eine Gruppe in Nordrhein-Westfalen fand einen neuen Weg, um Menschen zusammenzubringen. Der Landesverband der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland startete eine Online-Reihe mit dem Titel Russisch-Deutsche Kulturtage. Organisiert vom Landesvorsitzenden Dietmar Schulmeister, brachte die Veranstaltung Künstler, Schriftsteller und Denker der russlanddeutschen Gemeinschaft zusammen.
Die Reihe begann am 13. Oktober mit einem Vortrag von Tatjana Schmalz, einer Doktorandin an der Europa-Universität Viadrina. Sie sprach über die zeitgenössische russlanddeutsche Literatur und gab damit den Ton für die folgenden Veranstaltungen vor. In den kommenden Wochen umfasste das Programm Lesungen, Diskussionen und live Begegnungen mit Persönlichkeiten der russlanddeutschen Kultur.
Das digitale Format ermöglichte eine breitere Teilnahme als herkömmliche Veranstaltungen. Die Resonanz war groß, und das Feedback des Publikums durchweg positiv. Viele Teilnehmer lobten die Möglichkeit, die russlanddeutsche Kultur auf neue Weise zu entdecken.
Die Landsmannschaft arbeitete mit mehreren Partnerorganisationen zusammen, um die Reihe zu realisieren. Unterstützung kam auch vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Diese Kooperation trug dazu bei, die wachsende Bedeutung russlanddeutscher Künstler in verschiedenen Bereichen hervorzuheben.
Seit Jahren gewinnt die russlanddeutsche Kultur in Deutschland zunehmend an Anerkennung. Immer mehr Künstler mit diesem Hintergrund wirken in Literatur, Musik und bildender Kunst. Ihre Beiträge bereichern die kulturelle Landschaft des Landes.
Der Erfolg der Kulturtage 2020 hat bereits zu Plänen für eine Neuauflage 2021 geführt. Die Organisatoren wollen den Schwung des diesjährigen Programms nutzen und mit neuen Veranstaltungen sowie Diskussionen fortfahren. Die Russisch-Deutschen Kulturtage haben gezeigt, wie digitale Plattformen den kulturellen Austausch auch in schwierigen Zeiten lebendig halten können.






