08 December 2025, 23:02

Schülerproteste gegen Wehrpflicht: Ministerium lehnt Fehltage als Entschuldigung ab

Eine belebte Straßenszene mit vielen Menschen, darunter Schulmädchen in Uniformen mit Jacken, einige halten ein Schild, andere fahren Fahrräder mit Helmen, mit Gebäuden, Bäumen und einem Tor im Hintergrund.

Ministerium: Demo kein Grund für Schulfernen - Schülerproteste gegen Wehrpflicht: Ministerium lehnt Fehltage als Entschuldigung ab

Bildungsministerium: Demonstration gilt nicht als Entschuldigung für Schulfernen

Bildungsministerium: Demonstration gilt nicht als Entschuldigung für Schulfernen

  1. Dezember 2025

In Kiel bereiten sich Schülerinnen und Schüler auf Proteste gegen die Pläne zur Wiedereinführung der Wehrpflicht vor. Die Demonstration beginnt am Dienstag um 10:30 Uhr. Unterdessen warnte das Bildungsministerium Schleswig-Holsteins, dass unentschuldigtes Fehlen aus politischen Gründen nicht toleriert werde.

Das Ministerium betonte, dass Schülerinnen und Schüler, die den Unterricht verpassen, um gegen die Wehrpflicht zu demonstrieren, keine gültige Entschuldigung für die Schule vorweisen könnten. Unentschuldigtes Fehlen werde in die Zeugnisse eingetragen und könnte bei versäumten Prüfungen zu schlechteren Noten führen.

Kerstin Quellmann, Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), widersprach der Haltung des Ministeriums. Sie argumentierte, dass politisches Engagement gefördert und nicht bestraft werden solle.

Anders als in Nordrhein-Westfalen, wo die Behörden solche Fehltage explizit verboten haben, hat die Landesregierung Schleswig-Holsteins bisher keine klare öffentliche Position bezogen. Bisher gibt es keine offizielle Bestätigung, ob Schülerinnen und Schüler mit konkreten Konsequenzen rechnen müssen, wenn sie wegen der Teilnahme an Protesten den Unterricht schwänzen.

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Die Demonstration in Kiel findet trotz der Warnungen des Bildungsministeriums statt. Schülerinnen und Schüler riskieren schulische Nachteile, wenn sie ohne Genehmigung den Unterricht verpassen. Die Debatte darüber, wie politisches Engagement und Schulpflicht in Einklang zu bringen sind, bleibt im Land weiterhin ungelöst.