27 April 2026, 06:34

Skandal um Bundeswehr-Tankcontainer: Kosten explodieren auf fast das Doppelte

Schwarz-weißes Dokument mit der Überschrift "Vast German War Material Surrendered to Allies" mit detaillierten Illustrationen von übergebenen deutschen Kriegsfahrzeugen, Schiffen und Ausrüstung.

Skandal um Bundeswehr-Tankcontainer: Kosten explodieren auf fast das Doppelte

Ein Beschaffungsvorhaben des Verteidigungsministeriums für 902 Dieselkraftstoff-Tankcontainer wurde vorerst gestoppt. Abgeordnete äußerten Bedenken wegen explodierender Kosten und des Fehlens eines wettbewerblichen Vergabeverfahrens. Der jüngste Vertrag hätte die Steuerzahler 262,67 Millionen Euro gekostet – fast das Doppelte des Stückpreises im Vergleich zu einer ähnlichen Vereinbarung aus dem Jahr 2021.

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2021 hatte die Bundeswehr noch 153 Container für 21,8 Millionen Euro erworben, was einem Durchschnittspreis von etwa 142.000 Euro pro Einheit entsprach. Die neue Vereinbarung sah hingegen einen Stückpreis von rund 291.000 Euro vor. Ein Mitglied des Haushaltsausschusses bezeichnete diese Preiserhöhung als "skandalös".

Der geänderte Vertrag im Wert von 262,67 Millionen Euro (inklusive Mehrwertsteuer) sollte die Litauen-Brigade und die allgemeine Truppenlogistik unterstützen. Die Lieferungen waren bis 2029 geplant. Doch das zugrundeliegende Rahmenabkommen könnte langfristig bis zu 4.200 Einheiten umfassen – mit einem möglichen Gesamtvolumen von etwa 902 Millionen Euro.

Der haushaltspolitische Sprecher der CDU, Andreas Mattfeldt, kritisierte das Fehlen von Wettbewerb bei der Vergabe scharf. Er forderte entschlossenes Handeln, um das Problem zu beheben. Das Verteidigungsministerium hingegen lehnte eine Stellungnahme ab, bis der Deutsche Bundestag die endgültige Zustimmung erteilt.

Das Projekt steht nun vor Verzögerungen, da die Abgeordneten eine Überprüfung der Kosten und der Vergabepraxis fordern. Falls der Vertrag doch noch genehmigt wird, sollen die Container weiterhin Teil der langfristigen Logistikplanung der Bundeswehr bleiben. Die weiteren Schritte des Ministeriums hängen nun von der parlamentarischen Prüfung ab.

Quelle