28 March 2026, 18:36

SPD-Politikerin Schmidt lehnt Söders Sozialkürzungen scharf ab

Ein Plakat mit fettem schwarzem Text, der "Trickle-Down Economics Doesn't Work" auf einem weißen Hintergrund zeigt, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, begleitet von einem Zitat des Präsidenten Biden.

SPD-Politikerin Schmidt lehnt Söders Sozialkürzungen scharf ab

Dagmar Schmidt, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, hat sich vehement gegen die Sparpläne ausgesprochen, die CSU-Chef Markus Söder vorgelegt hat. Sie wies Vorschläge zurück, die Mittel für die Jugendhilfe und die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung zu kürzen, und bezeichnete diese als ungerecht und inakzeptabel. Ihre Äußerungen erfolgen zu einer Zeit, in der die SPD in einem politisch zerrissenen Klima mit wachsenden Herausforderungen konfrontiert ist.

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Schmidt bezog klar Stellung als Reaktion auf Söders jüngste Aussagen. Dieser hatte bestimmte Sozialleistungen als "überzogen" bezeichnet und mögliche Kürzungen bei der Jugendhilfe und der Eingliederungshilfe angedeutet. Zwar hat die CSU seit 2023 keine konkreten Gesetzesvorhaben eingereicht, doch lösten Söders Bemerkungen Kritik aus – auch vom Bayerischen Elternverband.

Die SPD-Politikerin verurteilte die Pläne scharf und erklärte: "Ich finde es wirklich bemerkenswert, dass die Union […] die Unterstützung für diejenigen kürzen will, die es ohnehin am schwersten haben." Sie fügte hinzu: "Wir Sozialdemokraten werden das nicht hinnehmen", und unterstrich damit die ablehnende Haltung ihrer Partei gegenüber den Maßnahmen.

Über die inhaltlichen Differenzen hinaus wies Schmidt auf grundsätzliche Schwierigkeiten der SPD hin. Sie räumte ein, "das sind harte Zeiten für die Sozialdemokratie", und verwies auf die Probleme, die eigene Agenda voranzubringen. Medien Einfluss und die Dynamik der Koalition erschwerten es der SPD, ihre politischen Vorhaben durchzusetzen, erklärte sie.

Zudem kritisierte sie das aktuelle politische Klima, das von emotionaler Polarisierung und der Suche nach Sündenböcken geprägt sei. Laut Schmidt habe sich die Union von dem gemäßigteren Kurs entfernt, den sie noch unter Angela Merkel verfolgte. Die Zusammenarbeit mit der Union bleibe eine Herausforderung, betonte sie: "Selbst jetzt ist das Regieren mit der Union schwierig."

Schmidts Ablehnung von Söders Sparplänen unterstreicht die tiefen Gräben zwischen SPD und CSU. Die Debatte über Kürzungen im Sozialbereich fällt in eine Phase, in der die SPD mit internen und externen Spannungen kämpft. Bisher sind Söders Äußerungen nicht in konkrete Gesetzesinitiativen gemündet, doch der Streit spiegelt die anhaltenden Konflikte in der deutschen Politik wider.

Quelle