Spöttisches Gedicht über Baerbock und Habeck sorgt im Auswärtigen Amt für Wirbel
Oliver Linke"Bild": Aufruhr im Ministerium wegen internem Spottgedicht - Spöttisches Gedicht über Baerbock und Habeck sorgt im Auswärtigen Amt für Wirbel
Ein spöttisches Gedicht, das sich über die ehemaligen deutschen Minister Annalena Baerbock und Robert Habeck lustig macht, hat im Auswärtigen Amt für Aufsehen gesorgt. Der unter dem Titel "Dreh die Heizung ab, zieh einen Pulli an" veröffentlichte Text erschien zunächst in der hausinternen Zeitschrift InternAA, wurde später jedoch aus der Digitalausgabe entfernt. Wer das Werk verfasst hat, ist weiterhin unbekannt – doch die Zeilen üben direkte Kritik an der Politik der beiden während ihrer Amtszeit.
Das Gedicht war erstmals in InternAA erschienen, einer von und für Diplomaten produzierten Zeitschrift. Wie Der Tagesspiegel und Der Spiegel berichten, enthielt es Passagen wie "Die Welt, feministisch nach Plan, sollte gerettet sein – doch nicht alle lachten mit" oder "Glatte Reden, ohne Geschick, vergaßen das Volk dabei". Die Verse spielten damit deutlich auf Baerbocks und Habecks Amtsführung in der Ampelkoalition an.
Das Auswärtige Amt entfernte das Gedicht später aus der Online-Ausgabe von InternAA und ersetzte es durch einen Hinweis. Offizielle Stellen betonten, die Zeitschrift werde unabhängig von der Ministeriumsführung herausgegeben. Sowohl Baerbock als auch Habeck hatten ihre Regierungsämter im September verlassen – Baerbock, um Präsidentin der UN-Generalversammlung zu werden, während Habeck nun an einem Forschungsinstitut in Dänemark tätig ist. Der Vorfall wirft Fragen nach innerer Kritik im Auswärtigen Amt auf. Zwar gilt die Zeitschrift als unabhängige Plattform für Mitarbeiter, doch die Löschung des Textes deutet auf eine gewisse Empfindlichkeit gegenüber dem Inhalt hin. Wer das Gedicht eingereicht hat, ist bisher nicht bestätigt worden.
Die Veröffentlichung und spätere Entfernung des Gedichts unterstreichen die anhaltenden Spannungen um die frühere Regierungspolitik. Zwar haben Baerbock und Habeck längst neue Aufgaben übernommen, doch die Kontroverse zeigt, dass die Debatten in diplomatischen Kreisen noch nachwirken. Das Auswärtige Amt hat bisher keine weiteren Konsequenzen aus dem Vorfall angekündigt.