Streit um Gesundheitsreform: Warken will Zuzahlungen erhöhen – die Linke blockt
Linkspartei kritisiert Warkens Vorschlag für höhere Zuzahlungen für Versicherte - Streit um Gesundheitsreform: Warken will Zuzahlungen erhöhen – die Linke blockt
Deutschlands Krankenversicherungssystem steckt in einer sich verschärfenden Finanzkrise, die durch Milliardendefizite droht, die Beitragserhöhungen nach sich ziehen. Gesundheitsministerin Nina Warken hat vorgeschlagen, die Zuzahlungen der Patient:innen zu erhöhen – doch die Linke lehnt die Pläne vehement ab.
Die Regierung hat zwar kürzlich ein kleines Sparpaket für 2024 verabschiedet, doch der Druck zur Reform des Systems bleibt bestehen. Warken warnte, dass ab 2027 Einsparungen im zweistelligen Milliardenbereich nötig seien. Sie forderte eine ausgewogene Lösung und deutete dabei höhere Zuzahlungen für Versicherte an.
Die Linke wirft Warken vor, die Arbeitgeber zu schonen, indem sie die Kosten auf die Beitragszahler:innen abwälzt. Parteichef Søren Pellmann wies ihren Ansatz zurück und betonte, dass Zuzahlungen nur die Versicherten belasteten, die Beiträge aber kaum senkten. Stattdessen plädierte er dafür, dass Besserverdiener stärker zur Kasse gebeten werden: durch die Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze sowie neue Abgaben auf Kapitaleinkünfte.
Pellmann forderte zudem, dass privat Versicherte in das solidarische System eingegliedert werden. Ohne solche Änderungen, so seine Argumentation, bleiben bezahlbare Beiträge unerreichbar.
Der Streit offenbart tiefe Gräben bei der Frage, wie die Finanzierung der Gesundheits- und Pflegeversicherung in Deutschland gestaltet werden soll. Während Warken auf höhere Zuzahlungen der Patient:innen setzt, drängen Kritiker:innen auf umfassendere Reformen, die vor allem Besserverdiener und Privatversicherer in die Pflicht nehmen. Eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht – für die Versicherten könnte das weitere Kostensteigerungen bedeuten.
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