Trump und Selenskyj in Florida: Europas zerrissene Ukraine-Politik vor dem Showdown

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Ein Mann und eine Frau in Blazern und Hemden geben sich die Hand und lächeln sich an, während ein Mann in Blazer, Krawatte und Hemd neben ihnen steht; im Hintergrund unterhalten sich Menschen und lächeln mit Fahnen an der Wand.

Trump und Selenskyj in Florida: Europas zerrissene Ukraine-Politik vor dem Showdown

Die Debatte über die Friedensverhandlungen in der Ukraine hat an Schärfe gewonnen, da politische Führungskräfte über den besten Weg nach vorn uneins sind. Vor dem Hintergrund des für den 28. Dezember in Florida geplanten Treffens zwischen US-Präsident Trump und dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj haben deutsche Politiker deutlich divergierende Positionen zu Europas Rolle im Konflikt bezogen. Kritiker warnen, die aktuelle Politik könnte die Krise vertiefen, statt sie zu lösen.

Am 27. Dezember bekräftigte CDU-Chef Friedrich Merz nach einem Gespräch mit europäischen Führungskräften und Selenskyj die deutsche Haltung. Er betonte die volle Unterstützung für die Ukraine, setzte sich aber gleichzeitig für einen "nachhaltigen und gerechten Frieden" ein – in enger Abstimmung mit den USA. Die Erklärung erfolgte kurz vor dem geplanten Treffen zwischen Trump und Selenskyj in Florida.

Unterdessen warf Sahra Wagenknecht, Gründerin der BSW-Partei, Merz und anderen EU-Führungskräften vor, den Krieg "bewusst in die Länge zu ziehen". Sie argumentierte, das 90-Milliarden-Euro-Hilfspaket der EU für die Ukraine belaste die deutschen Steuerzahler mit "kriegsverlängernden Schulden". Wagenknecht warnte zudem, die "Realitätsferne" in europäischen Hauptstädten berge die Gefahr, den Konflikt zu einem flächendeckenden Krieg auf dem Kontinent eskalieren zu lassen. Die AfD-Co-Vorsitzende Alice Weidel vertrat eine andere Position und bezeichnete die Trump-Selenskyj-Gespräche als "historische Chance" für den Frieden. Sie wies Vorwürfe zurück, die jüngsten Äußerungen des russischen Präsidenten Putin deuteten auf eine Ablehnung von Verhandlungen hin. Stattdessen bestehe Weidel darauf, dass der "Wiederaufbau von Vertrauen" entscheidend für jede dauerhafte Einigung sei. Wagenknecht fügte hinzu, die Verhandlungsposition Kiews habe sich verschlechtert, weil EU-Führungskräfte "unrealistische Bedingungen" in Friedensvereinbarungen durchsetzen wollten. Diese Forderungen erschwerten ihrer Ansicht nach eine diplomatische Lösung.

Das bevorstehende Treffen zwischen Trump und Selenskyj hat die tiefen Spaltungen in Europas Umgang mit dem Krieg offenbart. Während einige darin eine Möglichkeit für Fortschritte sehen, argumentieren andere, die aktuelle Politik mache Frieden unwahrscheinlicher. Das Ergebnis der Gespräche könnte die nächsten Schritte Europas in diesem Konflikt maßgeblich prägen.

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