30 December 2025, 03:15

TUI-Aktie stürzt nach Rekordhoch um über 4 Prozent ab – hält die 8,70-Euro-Marke?

Eine Gruppe von Menschen, die um einen Tisch herum auf Stühlen sitzen und auf einen Laptop schauen, mit mehreren Flyern, auf denen verschiedene Werbeanzeigen zu sehen sind.

TUI-Aktie stürzt nach Rekordhoch um über 4 Prozent ab – hält die 8,70-Euro-Marke?

TUI-Aktie rutscht nach jüngstem Aufschwung stark ab – Kurs fällt um über 4 Prozent

Die Aktie des Reisekonzerns TUI hat nach einer kürzlichen Erholungsphase deutlich nachgegeben und verlor im frühen Handel mehr als 4 Prozent. Der Rückgang fällt mit einem neuen Tiefstand zusammen, nachdem die Marke von 9,00 Euro als wichtige Unterstützungsgrenze nach unten durchbrochen wurde. Anleger beobachten nun gespannt, ob sich der Kurs in den letzten Handelstagen des Jahres 2025 bei etwa 8,70 Euro stabilisieren kann.

Die Aktie startete unter Druck und erreichte im Xetra-Handel ein Tagestief von 8,77 Euro. Dies folgt auf eine starke Aufwärtsbewegung in den Vorwochen, in der TUI kurz vor Weihnachten ein 52-Wochen-Hoch von 9,44 Euro markiert hatte. Die aktuelle Handelsspanne zwischen 8,77 und 9,26 Euro unterstreicht die anhaltende Volatilität.

Trotz des Rücksetzers bleiben Analysten optimistisch: Die Kursziele liegen weiterhin zwischen 10,39 und 11,18 Euro – deutlich über dem aktuellen Niveau. Zudem kündigte das Management an, auf der Hauptversammlung am 10. Februar 2026 eine Dividende von 0,10 Euro je Aktie vorschlagen zu wollen; die Auszahlung ist drei Tage später geplant. Größter Einzelaktionär des Unternehmens ist der russische Oligarch Alexei Mordaschow, der 10,87 Prozent der TUI-Anteile hält – insgesamt 55.157.753 Stück im Wert von rund 527 Millionen Euro. Mordaschow, Jahrgang 1965, besaß 2015 zeitweise bis zu 25 Prozent des Unternehmens und saß bis März 2022 im Aufsichtsrat. Nach den EU-Sanktionen im Februar 2022, die sein Vermögen einfroren, soll er kurz vor Inkrafttreten der Beschränkungen noch Aktien veräußert haben.

Die weitere Entwicklung der Aktie hängt nun davon ab, ob die Marke von 8,70 Euro als Unterstützung halten kann. Angesichts der bis Jahresende erwarteten Schwankungen achten Händler auf Anzeichen einer Beruhigung. Die geplante Dividende und die zuversichtlichen Analystenprognosen könnten dabei etwas Gegenwind zum jüngsten Abwärtstrend bieten.