USA verhängt Sanktionen gegen Führung von deutscher Organisation HateAid
Dörthe ScheuermannUSA verhängt Sanktionen gegen Führung von deutscher Organisation HateAid - USA verhängt Sanktionen gegen Führung von deutscher Organisation HateAid
Die US-Regierung hat zwei deutschen Aktivistinnen gegen Hass im Netz die Einreise in die USA untersagt. Anna-Lena von Hodenberg und Josephine Ballon, die die Organisation HateAid leiten, sehen sich mit Reiserestriktionen konfrontiert – begründet mit dem Vorwurf, sie hätten sich für Online-Zensur eingesetzt. Die Entscheidung wurde am 23. Dezember 2025 über einen Beitrag des US-Außenministeriums auf X bekannt gegeben.
Das Außenministerium wirft den beiden vor, sie hätten große US-Technologiekonzerne unter Druck gesetzt, Inhalte zu löschen. Betroffen seien demnach Unternehmen wie Google, Meta, Apple und X gewesen, die von HateAids Kampagnen ins Visier genommen worden seien. Die Einreiseverbote seien eine direkte Reaktion auf diese Aktivitäten, hieß es seitens der Behörden.
Von Hodenberg, eine der geschäftsführenden Direktorinnen von HateAid, war erst zwei Monate zuvor mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Die Ehrung würdigte ihren Einsatz gegen digitale Gewalt. Trotz dieser Anerkennung verhindert die US-Entscheidung nun, dass sie und Ballon in die USA reisen können. Die Mitteilung erfolgte über den offiziellen X-Account des Außenministeriums. Weitere Details zur Dauer oder zum Umfang des Verbots wurden nicht genannt.
Die Beschränkungen verhindern, dass von Hodenberg und Ballon auf absehbare Zeit in die USA einreisen. Ihre Organisation HateAid setzt ihre Arbeit in Deutschland fort, doch ihre Führungskräfte müssen nun mit internationalen Reiseeinschränkungen leben. Der Fall unterstreicht die Spannungen zwischen der Verteidigung der Meinungsfreiheit und den Bemühungen, Online-Inhalte zu regulieren.






