19 March 2026, 14:49

Villeroy & Boch dämpft Erwartungen für 2026 wegen Golf-Konflikten und schwacher Märkte

Grafik zeigt verringerte Erwartungen für zukünftige Ölimporte mit begleitendem erklärendem Text.

Iranischer Krieg belastet Ausblick für Villeroy & Boch - Villeroy & Boch dämpft Erwartungen für 2026 wegen Golf-Konflikten und schwacher Märkte

Villeroy & Boch senkt Prognose für 2026 wegen anhaltender Konflikte im Golf

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Aufgrund der anhaltenden Spannungen in der Golfregion hat Villeroy & Boch seine Finanzprognose für 2026 nach unten korrigiert. Das Unternehmen rechnet nun mit einem Rückgang der Umsätze um einen mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich im kommenden Jahr. Wichtige Absatzmärkte in Israel und der Golfregion verzeichnen starke Einbrüche – die Umsätze im April lagen bei nur noch 30 Prozent des Vorjahresniveaus.

Die aktuellen Schwierigkeiten folgen auf ein Jahr moderaten Wachstums 2025. Damals stieg der Umsatz um 1,8 Prozent auf rund 1,45 Milliarden Euro, während sich der Nettogewinn mit 14,7 Millionen Euro mehr als verdoppelte. Auch das bereinigte EBIT kletterte auf 97,8 Millionen Euro – ein Anstieg gegenüber den Vorjahren.

Seit Ende 2024 haben sich die geopolitischen Spannungen weiter verschärft. Trotz eines im November vereinbarten Waffenstillstands zwischen Israel und der Hisbollah flammten die Kämpfe im Oktober 2025 wieder auf, nachdem Israel angekündigt hatte, Gaza-Stadt vollständig einnehmen zu wollen. Die unter Führung des ehemaligen US-Präsidenten Trump geführten Verhandlungen über eine dauerhafte Feuerpause haben bisher weder die Freilassung von Geiseln noch eine Stabilisierung der Region gebracht. Ungewiss bleibt zudem die Zukunft der syrischen Übergangsregierung sowie die Abrüstung der Hisbollah im Libanon – Faktoren, die die Instabilität in der Golfregion verlängern. Die Konflikte verzögern die wirtschaftliche Erholung und belasten den Handel europäischer Unternehmen.

Villeroy & Boch hatte bereits 2024 expandiert, indem es den belgischen Badausstatter Ideal Standard übernahm. 2025 investierte das Unternehmen 45,8 Millionen Euro in Umstrukturierungsmaßnahmen, darunter Werksschließungen und Standortverlagerungen. Für 2026 sind Ausgaben von bis zu 50 Millionen Euro geplant, doch die Prognose für das bereinigte EBIT wurde auf 75 bis 85 Millionen Euro gesenkt.

Die einst umsatzstarken Hotelmärkte in Israel und der Golfregion sind mittlerweile komplett zum Erliegen gekommen. In diesen Bereichen werden derzeit keine Umsätze mehr erzielt, was das Unternehmen zwingt, die Erwartungen für das kommende Jahr deutlich nach unten anzupassen.

Die überarbeitete Prognose für 2026 spiegelt sowohl die externen Konflikte als auch die internen Restrukturierungsmaßnahmen wider. Bei rückläufigen Umsätzen und einem sinkenden bereinigten EBIT steht Villeroy & Boch vor einem herausfordernden Jahr. Die Investitionspläne bleiben zwar bestehen, doch eine Erholung hängt maßgeblich von einer Stabilisierung der Lage in der Golfregion und in Israel ab.

Quelle