VW streicht 100.000 Jobs – vier deutsche Werke vor der Schließung
Volkswagen hat Pläne bekannt gegeben, weltweit 100.000 Arbeitsplätze abzubauen – das entspricht etwa 15 Prozent der Belegschaft. Der Schritt erfolgt zu einer Zeit, in der die deutsche Automobilbranche seit Jahren mit einem kontinuierlichen Rückgang der Beschäftigtenzahlen kämpft.
Wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) im Mai 2023 mitteilte, ist bereits jeder siebte Arbeitsplatz in der Branche innerhalb der letzten sechs Jahre weggefallen. Zudem prognostizierte der Verband bis 2035 einen weiteren Abbau von 225.000 Stellen – die nun von Volkswagen angekündigten Kürzungen sind in dieser Schätzung jedoch noch nicht enthalten.
Im Rahmen der Umstrukturierung des Konzerns könnten vier deutsche Standorte geschlossen werden: Hannover, Emden, Zwickau und Neckarsulm. Tausende Beschäftigte in der gesamten Branche müssen sich nun auf weitere großflächige Entlassungen einstellen.
Die Stellenstreichungen bei Volkswagen werden einen erheblichen Teil der Branchenverluste ausmachen. Die Schließung zentraler Werke könnte zudem die regionalen Wirtschaften zusätzlich belasten. Angesichts ähnlicher Ankündigungen anderer Unternehmen dürfte der VDA seine Prognosen bald nach oben korrigieren müssen.
