09 May 2026, 10:31

Warum Sonnencreme allein nicht vor Hautkrebs und UV-Strahlung schützt

Plakat, das für Operationen, Röntgenstrahlen und Radium als einzige sichere Waffen gegen Krebs wirbt

Warum Sonnencreme allein nicht vor Hautkrebs und UV-Strahlung schützt

Sonnenmilch bleibt ein zentraler Schutz vor schädlicher UV-Strahlung – doch viele Menschen wissen nicht, wie man sie richtig anwendet. Obwohl die Hautkrebsfälle in Deutschland in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt haben, warnen Experten: Sonnencreme allein reicht nicht aus. Mindestens genauso wichtig sind weitere Schutzmaßnahmen wie das Meiden der Mittagssonne und das Tragen geeigneter Kleidung.

UV-Strahlung gilt als nachgewiesene Ursache für Hautkrebs und langfristige Hautschäden. Im Jahr 2023 erhielten über 100.000 Menschen in Deutschland eine Hautkrebsbehandlung – vor zehn Jahren waren es noch weniger als 42.000 Fälle. Durch den Klimawandel verschärft sich das Problem, da die UV-Belastung weiter zunimmt.

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Der Lichtschutzfaktor (LSF) gibt an, wie viel länger man sich ohne Sonnenbrand in der Sonne aufhalten kann als mit ungeschützter Haut. Um den auf der Verpackung angegebenen Schutz zu erreichen, müssen jedoch zwei Milligramm Sonnencreme pro Quadratzentimeter aufgetragen werden. Die meisten Menschen verwenden deutlich weniger – und mindern so die Wirksamkeit.

Doch nicht alle Sonnenschutzmittel sind gleich sicher. Chemische Filter können allergische Reaktionen auslösen oder unerwünschte Weichmacher enthalten. Der Wirkstoff Octocrylen zersetzt sich beispielsweise zu Benzophenon – eine Substanz, die die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) als „möglicherweise krebserregend“ einstuft. Um Verbrauchern die Auswahl zu erleichtern, hat der Europäische Kosmetikverband (COLIPA) das „UVA-Siegel“ für Produkte mit starkem UVA-Schutz eingeführt.

Dermatologen betonen, dass Sonnencreme nur ein Baustein des Sonnenschutzes sein sollte. Sie raten, die pralle Mittagssonne zu meiden und sich mit Hüten und langärmeliger Kleidung zu schützen. Wer sich Sorgen um einen Vitamin-D-Mangel macht, sollte lieber auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen, statt sich ungeschützt der Sonne auszusetzen.

Die Hautkrebsraten steigen weiter – getrieben durch UV-Strahlung und die Folgen des Klimawandels. Die Kombination aus richtig angewendeter Sonnencreme, schützender Kleidung und Schatten bleibt der beste Weg, um sich zu schützen. Experten empfehlen zudem Vitamin-D-Präparate als sichere Alternative zu ungeschütztem Sonnenbaden.

Quelle