04 February 2026, 17:40

Wiesbadener Gericht verurteilt Schleuserbande wegen Frauenhandels und Steuerhinterziehung

Ein Plakat mit drei Frauen auf einem Sofa, wobei eine ein Objekt hält, und Text oben und unten mit der Aufschrift "Berliner Leben - April 1927".

Lange Haftstrafen für Schleuser von chinesischen Frauen in die Prostitution in Hessen - Wiesbadener Gericht verurteilt Schleuserbande wegen Frauenhandels und Steuerhinterziehung

Ein Landgericht in Wiesbaden hat drei Personen wegen Frauenhandels aus China nach Deutschland zu Haftstrafen verurteilt. Die Gruppe zwang mehr als ein Dutzend Opfer in die Prostitution und entzog sich der Steuerzahlung. Über eine Million Euro aus kriminellen Erträgen wurden vom Gericht eingezogen.

Die Angeklagten warben die Frauen zunächst im Internet an, bevor sie sie illegal in das Bundesland Hessen einschleusten. Dort wurden die Opfer gezwungen, als Sexarbeiterinnen ohne gültige Papiere zu arbeiten. Ermittler bestätigten, dass das Netzwerk mehr als zwölf Frauen ausbeutete – deutlich mehr, als in der Anklage namentlich genannt wurden.

Die beiden Haupttäter erhielten hohe Haftstrafen: Einer von ihnen wurde zu sieben Jahren und sechs Monaten verurteilt, der andere zu sechs Jahren und drei Monaten. Ein dritter Komplize musste eine Freiheitsstrafe von drei Jahren und neun Monaten antreten.

Das Gericht ordnete zudem die Einziehung von über einer Million Euro an. Diese Summe stammt aus den Gewinnen des Menschenhandels sowie aus Steuerhinterziehung.

Die Verurteilungen sind das Ergebnis langjähriger Ermittlungen gegen die grenzüberschreitende Schleuserbande. Die beschlagnahmten Gelder verbleiben in staatlicher Verwahrung. Alle drei Verurteilten verbüßen ihre Strafen derzeit in deutschen Gefängnissen.