27 April 2026, 12:46

NGG warnt vor sozialer Spaltung: "Steuerpolitik begünstigt Reiche und gefährdet Demokratie"

Eine Liniengrafik, die die Anzahl der Menschen in Armut und die Armutsquote in den Vereinigten Staaten von 1959 bis 2005 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

NGG warnt vor sozialer Spaltung: "Steuerpolitik begünstigt Reiche und gefährdet Demokratie"

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) in der Region Leipzig-Halle-Dessau hat schwere Bedenken wegen der wachsenden sozialen Spaltung in Deutschland geäußert. Nach Angaben der Gewerkschaft vertiefen die aktuellen Steuerpolitiken die Ungleichheit und drängen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer immer weiter an den Rand.

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Der NGG-Regionalverband warnt, dass die Kluft zwischen Arm und Reich gefährlich wächst. In Halle (Saale) verdienen nur 42 Personen Millionen, während rund 102.300 Beschäftigte in Handel, Industrie und Dienstleistungen schuften. Der Gewerkschaftsvorsitzende Christian Ullmann betonte das Ungleichgewicht: "Arbeit wird deutlich höher besteuert als Vermögen."

Ein durchschnittliches Paar zahlt mittlerweile etwa 43 Prozent seines Einkommens an Steuern und Sozialabgaben. Kapitalerträge hingegen werden mit einem pauschalen Satz von nur 25 Prozent besteuert. Die NGG argumentiert, dass diese Ungerechtigkeit Wut schürt und sogar rechtsextreme Strömungen stärkt.

Die Gewerkschaft fordert dringende Reformen: die Abschaffung der Zusammenveranlagung für Ehepaare, eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes und eine gerechtere Vermögensverteilung. Ohne rasche Änderungen, so die Warnung, könnte sogar die Demokratie auf dem Spiel stehen.

Die Appelle der NGG kommen zu einer Zeit, in der der Druck auf die Politik wächst, in den Bereichen Steuern, Renten und Gesundheitsversorgung umzusteuern. Bleibt alles beim Alten, wird sich die Schere zwischen Arbeitnehmern und Spitzenverdienern voraussichtlich weiter öffnen. Die Gewerkschaft besteht darauf, dass fairere Regeln nötig sind, um weitere soziale Unruhen zu verhindern.

Quelle