Wolfsangriff in Thüringen: Sechs Schafe tot – Schäfer fordern besseren Schutz
Oliver LinkeWolfsangriff in Thüringen: Sechs Schafe tot – Schäfer fordern besseren Schutz
Wolfsangriff auf Schafherde in Thüringen: Sechs Tiere tot, weitere schwer verletzt
In der Nähe von Urnshausen in Thüringen ist am Wochenende eine Schafherde angegriffen worden. Sechs Mutterschafe starben, weitere wurden schwer verletzt. Der Oberhirte Egon Specht entdeckte die Tiere am Sonntagmorgen. Die Familie vermutet, dass Wölfe für den brutalen Übergriff verantwortlich sind.
Specht fand die Überreste von sechs Mutterschafen und zwei schwer verletzten Tieren auf seiner Weide. Sechs weitere Schafe erlitten tiefe Bisswunden und mussten dringend tierärztlich versorgt werden. Die Schäfer meldeten den Vorfall umgehend an das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz, genauer an das dortige Kompetenzzentrum für Wölfe, Biber und Luchse.
Vor Ort wurden Proben entnommen, um zu klären, ob Wölfe an dem Angriff beteiligt waren. Die Familie geht aufgrund des Ausmaßes der Schäden von mehreren Angreifern aus. Jedes verlorene Tier steht für Jahre sorgfältiger Zuchtarbeit – ein schwerer wirtschaftlicher Schlag für den Hof der Spechts.
Die Schäfer betonten ihre Bedeutung für die Erhaltung der offenen Kulturlandschaften der Rhön durch traditionelle Beweidung. Der jüngste Vorfall hat bei Thüringer Nutztierhaltern die Forderung nach klareren rechtlichen Regelungen im Umgang mit sogenannten "Problemwölfen" neu entfacht.
Die Familie Specht hat durch den Angriff erhebliche Verluste erlitten – sowohl an Tieren als auch in der Zuchtarbeit. Die Behörden werden nun die gesicherten Proben auswerten, um die Ursache des Angriffs zu bestätigen. Nutztierhalter in der Region fordern unterdessen stärkeren Schutz vor Wolfsrissen.






