24 December 2025, 01:06

Diese beiden Unternehmen möchten 5.000 Wasserstoff-Lkw auf die Straße bringen

Eine Szene mit Backsteinhäusern, Rohren, einem blauen Tor, einer Leiter, Fahrrädern, einem roten Auto und Bäumen im Hintergrund.

Diese beiden Unternehmen möchten 5.000 Wasserstoff-Lkw auf die Straße bringen

Deutschland treibt wasserstoffbetriebene Lkw als saubere Alternative für den Schwerlastverkehr voran. Während sich batteriebetriebene Pkw rasant verbreiten, stoßen große Lastwagen aufgrund von Gewicht und Kosten an Grenzen. Nun soll ein großes Projekt bis 2027 Tausende Wasserstoff-Lkw auf die Straßen bringen.

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Das Unternehmen GP Joule plant, innerhalb von fünf Jahren 5.000 wasserstoffelektrische 40-Tonner in ganz Deutschland einzuführen. Die ersten Fahrzeuge werden Ende 2023 ausgeliefert, 2024 folgen 500 weitere, und in den darauffolgenden Jahren jeweils 1.000 Stück. Diese Lkw werden mit grünem Wasserstoff betrieben, der mithilfe von Wind- und Solarenergie hergestellt wird.

Clean Logistics mit Sitz in Winsen (Luhe) übernimmt die Umrüstung herkömmlicher Lastwagen auf Wasserstoffantrieb. Das Unternehmen rechnet damit, in den nächsten drei bis fünf Jahren bis zu 500 neue Arbeitsplätze in der Region zu schaffen, um die Nachfrage zu bedienen.

Ein Wasserstoff-Lkw kostet derzeit über 500.000 Euro – deutlich mehr als ein Diesel-Pendant mit rund 120.000 Euro. Allerdings übernimmt der Bund 80 Prozent der Mehrkosten. Um die Flotte zu versorgen, wird GP Joule 150 Wasserstofftankstellen errichten, beginnend in Schleswig-Holstein. Das Netz benötigt eine Kapazität von 2,5 Gigawatt, um ausreichend Treibstoff bereitzustellen.

Unterdessen expandieren batteriebetriebene Pkw rasant: Bis Anfang 2023 sollen rund eine Million auf deutschen Straßen unterwegs sein. Staatliche Förderungen von bis zu 9.000 Euro pro Fahrzeug haben die Verbreitung beschleunigt.

Der Umstieg auf Wasserstoff-Lkw könnte die Emissionen im Schwerlastverkehr deutlich senken, wo batterieelektrische Lösungen an ihre Grenzen stoßen. Dank Subventionen, die die Kosten reduzieren, und dem Ausbau der Infrastruktur soll das Projekt Wasserstoff zu einer praktikablen Option für den Fernverkehr machen. Die ersten Lkw werden in der zweiten Jahreshälfte 2023 ihren Betrieb aufnehmen.